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Erstausstrahlung auf 3sat

Was bedeutet es, die eigene Mutter an das Quarantäneregime eines Staats zu verlieren, inmitten einer globalen Pandemie? Die Nachwuchsregisseurin Jingyan Luo nähert sich dieser Frage anhand des Falls einer chinesischen "Selbstmordspringerin" an. Zeichnung einer stilisierten Blumenblüte. Die namensgebenden Blume des Films: unheimlich und schön in ihrer erschütternden Traurigkeit. "Chrysanthemum" erhielt bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen 2025 den Förderpreis des NRW-Wettbewerbs. Aus der Begründung der Jury: "Eine ohnmächtige Trauer, verschwiegen und verdeckt von staatlicher Zensur. Eine Annäherung aus der Distanz. Feinsinnige Animationen und wiederholende Bewegungsmuster schaffen einen poetischen Versuch, das Ungreifbare in Gedenken zu wandeln." Jingyuan Luo, geboren 1996, ist eine transmediale Künstlerin und studiert an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihr Werk hinterfragt anhand einzelner, intimer Momentaufnahmen die Funktionsweise von Gesellschaft in der Krise.
Noch bis 31.07.2026 in der 3sat-Mediathek verfügbar.
Die Sendung wurde am 2. Mai 2026, 22:45 Uhr, auf 3sat erstmals ausgestrahlt.
Editor — Ute Dilger
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