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Farah Wind erhält Residenzstipendium der Stadt Köln

KHM-Studierende Farah Wind © Farah Wind

Die Stadt Köln hat die Residenzstipendien im Atelier Galata (Istanbul) im Bereich Bildende Kunst an die KHM-Studierende Farah Wind und den KHM-Absolventen Mehmet Akif Büyükatalay vergeben. 

Die Stipendiat*innen wurden am 24. Juli 2026 bekanntgegeben.

In der verganenen Woche hat die Jury ihre Auswahl für die Residenzstipendien im Atelier Galata in Istanbul im Bereich Bildende Kunst getroffen. Für das zweite Halbjahr 2026 wurden die KHM-Studierende Farah Wind und der KHM-Absolvent Mehmet Akif Büyükatalay ausgewählt.


In Bezug auf Farah Wind begründet die Jury ihre Wahl wie folgt: „Farah Wind arbeitet in vielgestaltiger Weise mit Sound, Klangperformances, Klangsynthesen aus heterogenen Materialien wie Radio, Instrumenten und Live Recordings, aber auch mit Audio- und Video Walks. Dabei erkundet sie oftmals kollaborativ urbane Kontexte. Neben urbanen Leerstellen, akustischen Erkundungen und situativen Hörerfahrungen stehen bei ihr auch abstrakte und weniger sichtbare Aspekte im Fokus, wie das Trauern in 'under_currents' oder strukturelle Gewalt gegen Frauen im Audio-Walk 'gegenlichter'. Für das Atelier Galata nimmt sie sich des Radios als relationalem, politischem, flexiblem Raum an und plant eine mehrteilige Web-Broadcastserie in Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Performer Volkan T. Error. Diese soll Radiokünstler*innen, Aktivist*innen in Istanbul mit der Radioszene in Köln (fm.674, Funkt Session, Cashmere Radio, otic.radio) zusammenbringen. An verschiedenen Orten in Istanbul sollen Hörsituationen und kollaborative Produktionen stattfinden. Gerade in einer Zeit immer weniger werdender kultureller Räume erscheint ihr Radioprojekt als subversives und politisches Medium für eine kollaborative Zusammenarbeit Istanbuler und Kölner Akteur*innen als ein dritter Ort für Austausch und Solidarität.“


Die Stadt Köln vergibt seit 2009 Stipendien an Autor*innen und Künstler*innen für das Atelier Galata in Istanbul. Die vergebenen Stipendien dienen dem künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen Köln und Istanbul als Partnerstädte und sollen die lokale Szene durch künstlerische Vernetzung stärken.

Farah Wind (geboren 1997) ist eine in Köln ansässige Klangkünstlerin. Sie studierte Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften, bevor sie ein Diplomstudium im Fachbereich Sound an der Kunsthochschule für Medien aufnahm. Außerdem studierte sie in den Klassen für digitale und ortsbezogene Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre Hörstücke verbinden dokumentarische Recherche mit elektronischen Verfahren. Sie entstehen für Ausstellungen, Radio und Performance und befassen sich mit Möglichkeiten des Radios als akustisches Archiv und kollektiver Praxis. Ihre Arbeiten wurden unter anderem auf der Triennale II – The Sound, WELTKUNSTZIMMER, ACHT BRÜCKEN, Temporary Gallery, Quartier am Hafen oder auf dem Kölner Kongress des Deutschlandfunks gezeigt. Sie arbeitet in den Hörspielstudios des Westdeutschen Rundfunks und aktuell als Klangkunst Kuratorin. (Stadt Köln)



Mehmet Akif Büyükatalay ist ein in Köln lebender Autor, Produzent und Regisseur. Er wuchs in Hagen auf und studierte Mediale Künste an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Bereits sein Abschlussfilm „Oray“ feierte internationale Erfolge und wurde auf der Berlinale als Best First Feature ausgezeichnet. Auch sein zweiter Spielfilm „Hysteria“ feierte Premiere auf der Berlinale und wurde mit dem Preis für den besten europäischen Film gewürdigt. Beide Werke fanden weltweit ihren Weg in die Kinos und wurden mehrfach ausgezeichnet. Büyükatalay war zudem Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er ist Gründer der Produktionsfirma filmfaust. In seiner Funktion als Produzent und Autor verantwortete er preisgekrönte Filme wie „Liebe, D-Mark und Tod“ von Cem Kaya (Berlinale Panorama Publikumspreis), „Berzah“ von Deren Ercenk (NRW-Hauptpreis bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen), „Immaculata" von Kim Lêa Sakkal (Weltpremiere in der Quinzaine des Cinéastes in Cannes) sowie „Sirens Call“ von Miriam Gossing und Lina Sieckmann (Weltpremiere im Berlinale Forum). Derzeit arbeitet Mehmet Akif Büyükatalay an seinem ersten Roman sowie an der Fertigstellung des Films „Sommer Blues“ von Anna Ansone, an dem er als Ko-Autor und Produzent beteiligt ist.  (Stadt Köln)

Editor — Giulia Maion
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