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„Nonna“ auf Kinotour

Kinoplakat © Vincent Graf

Der Dokumentarfilm „Nonna“ von KHM-Student Vincent Graf wird im Rahmen einer Kinotour in ausgewählten Kinos in Deutschland gezeigt. Die Premiere findet am 17. September im Filmhaus Köln statt. 

Donnerstag, 17. September 2026, 19:30 Uhr
Filmhaus Köln
Maybachstraße 111, 50670 Köln

Im Rahmen einer Kinotour läuft der KHM-Film „Nonna“ im September in Köln und Düsseldorf. In dem Dokumentarfilm begleitet KHM-Student Vincent Graf seine eigene Großmutter, die alleine ein Bed & Breakfest in Italien leitet. Die Kinopremiere findet am 17. September um 19:30 Uhr im Filmhaus Köln statt. Im Anschluss an die Vorführung wird es ein Filmgespräch mit Vincent Graf geben.


In den kommenden Wochen und Monaten läuft „Nonna“ im Rahmen der Kinotour auch in Kassel (19. Oktober, mit Filmgespräch), Hannover (19. Oktober) und Berlin (12. und 13. Dezember). Außerdem sind Termine in Bremen und in weiteren Städten geplant und werden laufend auf der Website des Films veröffentlicht.


„Nonna“ feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm 2025 und lief als Eröffnungsfilm beim Kölner Dokumentarfilmfest „Stranger than fiction“.


Vincent Graf wurde als Sohn deutsch-italienischer Eltern in Reutlingen geboren. Er studierte Film an der FH Dortmund, wo er sowohl dokumentarisch als auch fiktional arbeitete, bevor er an der KHM seine Auseinandersetzung mit in der Wirklichkeit gefundenen Stoffen vertiefte. Seine filmische Arbeit befragt die komplexen Schnittstellen von Migration und Identität – insbesondere mit Blick auf die Gastarbeiterbewegung und deren langfristigen gesellschaftlichen Nachhall, die auch seine Familiengeschichte prägte.  „Nonna“ ist sein erstes Projekt im Postgraduiertenstudium an der KHM. Neben der Kinotour realisiert er seinen von der Film- und Medienstiftung NRW geförderten fiktionalen Abschlussfilm „PUMO“, der in Deutschland und Süditalien gedreht wird.

„Nonna“ von Vincent Graf

D, 2025, 72 Min. ​​​​​​​

Nonna [it. Großmutter] lebt allein in Süditalien und kümmert sich um das Haus, das sie und ihr Mann gebaut haben, nachdem sie mehr als drei Jahrzehnte lang in Deutschland als Teil der 14 Millionen „Gastarbeiter“ ihrer Generation arbeiteten. Seit dem Tod ihres Mannes führt sie alleine ein zweistöckiges Bed & Breakfast, das schon bessere Zeiten gesehen hat. Ihr Alltag ist geprägt von Mühsal und Enttäuschung: Die harte Arbeit wird mit zunehmendem Alter nicht leichter. Ihr schwerhöriger Bruder wohnt in der Nähe, ihre Begegnungen schwanken zwischen gemeinsamen Mahlzeiten und absurden Streitereien. Ihre Kinder und Enkelkinder leben weiterhin in Deutschland. Videoanrufe mit ihnen halten die Verbindung aufrecht. Die Entfernung zu ihrer Familie ist groß, und die Verbindung ist oft schlecht. Eine Frage rückt immer näher: Was tun mit einem Vermächtnis, das niemand haben will?

Editor — Giulia Maion
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