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soundings #56: Tomomi Adachi

Tomomi Adachi, Takayuki Imai ©Aichi Triennale 2022

Solo Performance des japanischen Künstlers mit Stimme und Self-Made Electronics. Moderation: Prof. Hans W. Koch.

Donnerstag, 19. November 2026, 20 Uhr, Aula
Filzengraben 2, 50667 Köln
Eintritt frei

Tomomi Adachi ist ein äusserst vielseitiger japanischer Künstler, der auch von 2012 bis 2022 als Gast des DAAD in Berlin gelebt hat. Sein Programm umfasst Stimmperformance mit seinem eigens entwickelten Bewegungssensorsystem, selbstgebauten Instrumente, Interaktion mit dem Publikum und sound poetry. Diese Elemente spiegeln seinen konsequenten Fokus auf Körper, Sprache, Technologie und Gesellschaft wider.


Tomomi Adachi  ist composer-performer, Sound Poet, Instrumentenbauer und bildender Künstler. Bekannt für seinen vielseitigen Stil, ist er solo mit Stimme, Computer und selbstgebauten Instrumenten aufgetreten und hat mit Jaap Blonk, TONE Yasunao, SAKATA Akira, Jennifer Walshe, TAKAHASHI Yuji, ICHIYANAGI Toshi, ITOH Kim, ISHIDA Takashi, Contact Gonzo und anderen zusammengearbeitet; zudem arbeitet er in groß angelegten Ensembleprojekten mit Nicht-Musikern zusammen.

Als Komponist hat er mit dem Tokyo Gen’On Project, dem International Contemporary Ensemble und den Neuen Vocalsolisten Stuttgart zusammengearbeitet. In seinen Werken setzt er selbstgebaute physische Schnittstellen, Twitter, künstliche Intelligenz, künstliche Satelliten, Telepathie und Brüche ein. Seine Werke wurden unter anderem in der Tate Modern, im Centre Pompidou und in der Akademie der Künste Berlin aufgeführt. Im Jahr 2007 leitete er die japanische Uraufführung von John Cages „Europera 5“ beim Suntory Summer Festival, und gab 2012 ein Porträtkonzert beim MaerzMusik Festival Berlin. Er schuf Theateraufführungen zum Thema des japanischen Dadaismus der 1920er Jahre, „MAVO“, im Auftrag von Deutschlandfunk Kultur im Jahr 2016 und des Museums Hamburger Bahnhof im Jahr 2018. Als Sound Poet wurde er unter anderem zum Poesiefestival Berlin und zu Louisiana Literature eingeladen. Er erhielt 2009–2010 ein Stipendium des ACC für einen Aufenthalt in New York und wurde 2012 im Rahmen des DAAD-Programms „Artists-in-Berlin“ nach Berlin eingeladen, wo er bis 2022 lebte. Für sein Projekt „Voices from AI in Experimental Improvisation“ erhielt er den „Award of Distinction“ der Ars Electronica 2019 sowie den ersten Preis des Japan Arts Festival Award und den Keizo-Saji-Preis für seine Oper „Romeo will juliet“, die weltweit erste Oper mit einem Libretto, das von künstlicher Intelligenz verfasst wurde.

Er nahm sowohl am Ausstellungsprogramm als auch am Performance-Programm der Aichi-Triennale 2022 teil, wo er die japanische Premiere von Cages „Europeras 3 & 4“ inszenierte. Seit 2024 ist er Direktor des Kanazawa International Experimental Music Festival. https://www.youtube.com/aaaxt

Editor — Juliane Kuhn
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