HEIMSPIEL zeigt: SIRENS CALL

KHM
Still aus "SIRENS CALL"

Der Debütfilm von Miri Ian Gossing & Lina Sieckmann eröffnet die Reihe HEIMSPIEL im Wintersemester. "SIRENS CALL" feierte seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2025.

Mittwoch, 28. Oktober 2026, 19 Uhr
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln
Moderation: Prof. Dr. Lilian Haberer und Dr. Konstantin Butz
Eintritt frei

Die Reihe HEIMSPIEL mit Debütfilmen von Absolvent*innen der Kunsthochschule für Medien Köln eröffnet im Wintersemester 2026/27 mit experimentellen Dokumentarfilm "SIRENS CALL" von Miri Ian Gossing & Lina Sieckmann. Ihr Film wurde bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin uraufgeführt und startete im April dieses Jahres in den Kinos. 


Die Kamera führte KHM-Absolvent Christian Kochmann, zahlreiche weitere Teammitglieder sind Absolvent*innen der KHM. Die Wim-Wenders-Stiftung und die Film- und Medienstiftung NRW förderten die Entwicklung und Produktion des Films. Die Regisseurinnen in einem Interview mit Variety: „Im Jahr 2017 erfuhren wir zum ersten Mal online von einer Subkultur von Menschen in Portland, Oregon, die sich als Meermenschen identifizieren und behaupten, sich nicht nur als Sirenen mit Silikonschwänzen zu verkleiden, sondern dies wirklich als Identität in ihrem Alltag zu leben. Nachdem wir Una the Mermaid in Portland zum ersten Mal getroffen hatten - im bürgerlichen Leben eine Gefängnispsychologin - fühlten wir sofort eine ganz besondere Verbindung. Una und ihr Kollektiv verkörperten das, was wir uns schon lange für unsere Sirenenfigur vorgestellt hatten. Eine Sirene, die die Fähigkeit hat, interdisziplinäre Weisheit zu kombinieren, die Mensch, Natur und Maschine miteinander verbindet, während sie versucht, neue Wege des Miteinanders und der Welt zu finden.“

SIRENS CALL
Regie: Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann
D/NL 2025, 121 Min., OmU, FSK: 12

Eine Sirene in einem menschlichen Körper nomadisiert durch die postmoderne Realität eines austrocknenden Planeten während sie Überleben, Identität und Zugehörigkeit auslotet. Teils Sci-Fi, teils Dokumentarfilm, taucht das hybride Debüt in die Merfolk-Subkultur zwischen Selbsterhaltung und politischem Aktivismus ein.


Regie und Buch: Miri Ian Gossing & Lina Sieckmann; Bildgestaltung: Christian Kochmann; Montage: Christoph Bargfrede; Komponist: Simon Waskow; Sound: Nils Ramme, Stefan Ramírez Pérez; Sounddesign: Robert Kroos; Mischung: Henning Hein; Colorist: Joel Sahuleka; Produzent*innen: Miri Ian Gossing, Lina Sieckmann, (SCHALTEN UND WALTEN), Mehmet Akif Büyükatalay, Claus Herzog-Reichel (filmfaust); Ko-Produktion: Lucia Haslauer (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Nadine Bermelmans, Floor Krooi, Elbe Stevens (Elbe Stevens Films); Unterstützt von: Wim Wenders Stiftung, Film- und Medienstiftung NRW, The Netherlands Film Fund, German Federal Film Fund (DFFF)

Miri Ian Gossing & Lina Sieckmann arbeiten seit 2012 als Künstlerinnen- und Regie-Duo zusammen. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst und des Films an der Kunsthochschule für Medien Köln sowie der Kunstakademie Düsseldorf haben sie ein Werk aus 16mm-Filmen geschaffen, das Dokumentarisches mit Fiktion und Found Footage verbindet. Ihre Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Kurzfilmpreis in Gold und das Wim-Wenders-Stipendium. Internationale Präsentationen führten sie unter anderem ins Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, zum International Film Festival Rotterdam, ins Image Forum Tokyo und ins Anthology Film Archives in New York City. Seit 2019 kuratieren sie das „Blonde Cobra – Festival for Queer and Experimental Cinema“ in Köln. Gossing und Sieckmann leben und arbeiten in Köln, Deutschland, sowie in Portland, Oregon, USA.

Filmografie:
2014 – Sonntag, Büscherhöfchen 2
2015 – Desert Miracles
2016 – Ocean Hill Drive
2017 – One Hour Real 2018 – China Light
2019 – Souvenir
​​​​​​​2025 – SIRENS CALL

Editor — Ute Dilger

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