KHM beim Festival DOK Leipzig 2026

Still aus "Maros Foto" von Alexandros Murböck

Gleich zwei Studierende der Kunsthochschule für Medien sind mit ihren Kurzfilmen in den Wettbewerb des Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2026.

26. Oktober bis 1. November 2026
Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

Gestern hat das Festival DOK Leipzig die Filme der Wettbewerbe 2026 bekanntgegeben. Kunsthochschule für Medien freut sich, dass zwei Filme ihrer Studierenden in den Wettbewerb Dokumentarfilm aufgenommen wurden. 

Insgesamt 76 Filme, darunter 30 Weltpremieren, konkurrieren in den vier Wettbewerben um die Goldenen und Silbernen Tauben. 


Im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm feiert außerdem der neue Langfilm von KHM-Absolvent Lukas Marxt “>1,5°C Pyropolitics and the New World“. Der Film setzt sich mit den Folgen des Klimawandels auseinander und dokumentiert die verheerenden Großbrände, die Anfang 2025 in Los Angeles wüteten. 


Im Deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm eingeladen wurde Jonathan Omer Mizrahis mit seinem Debutfilm „The Snake Charmer“. Der Film erzählt von der erschütternden Begegnung einer Gruppe thailändischer Gastarbeiter in der Landwirtschaft an der Grenze zwischen Israel und Gaza mit einer Roboterschlangenkamera, die für die Überwachung der Tunnel in Gaza durch das israelische Militär entwickelt wurde.

Maros Foto, 2026, 30 Minuten

Dokumentarfilm von Alexandros Murböck

Regie, Konzept, Kamera, Ton, Schnitt: Alexandros Murböck; Schnittbetreuung: Christian Becker; Dramaturgische Beratung: Philip Scheffner; Sounddesign: Judith Nordbrock, Alexandros Murböck; Tonmischung: Judith Nordbrock; Colorgrading: Ewald Hentze; VFX: Juan Francisco Rodriguez; Betreuung: Prof. Alejandro Bachmann; Produktion: Alexandros Murböck, Kunsthochschule für Medien Köln


Anfang der 2000er-Jahre macht Maria Nikolaidou auf der Münchner „Panzerwiese“ ein Foto: Ihr Sohn Alexandros und ein anderer kleiner Junge spielen Krieg. Eine Frau mit Engelsflügeln legt schützend die Arme um die beiden. 23 Jahre später kehren Mutter und Sohn an den Entstehungsort der Schwarz-Weiß-Aufnahme zurück. Mit derselben Kamera dreht Alexandros nun einen Fotofilm über das Bild von damals und trifft sich auch mit seinem einstigen Spielkameraden. Aus dem Off bringen ihre Erinnerungen und Assoziationen unterschiedliche Perspektiven und Stimmungen zum Vorschein. Die Geschichte und die Geschichten hinter einer Fotografie werden rekonstruiert: Was wurde damals übersehen? Warum sollte Alexandros keine Waffe von den Großeltern bekommen? Wer ist die Person auf dem Hügel im Hintergrund? Am Ende entsteht ein neues Bild.

(Anke Leweke, DOK Leipzig)


Nachtcafé, 2026, 17 Minuten

Dokumentarfilm von Titouan Abraham, María José Celis, Arvin Saeedpour

Regie: Titouan Abraham, Arvin Saeedpour, María José Guadalupe Celis Ruiz; Bildgestaltung: Titouan Abraham, Arvin Saeedpour; Ton: Titouan Abraham, Arvin Saeedpour; Schnitt: Titouan Abraham, Arvin Saeedpour, María José Guadalupe Celis Ruiz; Licht: Michel Küpper; Sound Design: Madita Hombach; Sound Mixing: Judith Nordbrock; Color Grading: Ewald Hentze; Betreuung: Prof. Alejandro Bachmann; Christian Becker; Solveig Klaßen; Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln


In der alten Franziskanerkirche brennt Licht. Die Gäste treffen ein, zum Aufwärmen und Schlafen. Es gibt Suppe und Berliner. Wenn alle versorgt sind, wird es wieder dunkel. Eine Stimme fragt die Filmemachenden: Kennen Sie Köln gut? Zwischen sehr viel Schwarzbild ein paar Fotografien. Menschen, Orte, Ingo erzählt. Eine alternative Stadtführung aus der Perspektive von Menschen, die auf der Straße leben. Interessant auch dann, vielleicht sogar Kunst, wenn man nicht viel erkennen kann. Am Ende der dokumentarischen Miniatur geht das Licht wieder an. Und der Protagonist tritt hinaus auf die Straße.

(Jan Künemund, DOK Leipzig)

Editor — Ute Dilger

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