KHM bei der 50. Duisburger Filmwoche

Still aus "Das Monument bewegt sich"

Zwei Filme von Studierenden wurden für das Programm des renommierten Dokumentarfilmfestivals in Duisburg ausgewählt. Unter dem Motto „50 Jahre Gegenwart“ feiert die Duisburger Filmwoche in diesem Jahr ein halbes Jahrhundert Festivalgeschichte. Die KHM gratuliert herzlich zum Jubiläum!

2. bis 8. November 2026
50. Duisburger Filmwoche
filmforum – Kommunales Kino & filmhistorische Sammlung der Stadt Duisburg
Dellplatz 16, 47051 Duisburg

Am kommenden Montag wird die 50. Duisburger Filmwoche eröffnet. Das Dokumentarfilmfestival präsentiert und diskutiert bis zum 8. November 21 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 
Für die Jubiläumsausgabe wurden auch zwei Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) ausgewählt: Der erste Dokumentarfilm von KHM-Studentin Marja Vormann „Das Monument bewegt sich“ (2026, 20 Min.) wird seine Premiere in Duisburg feiern. Der erste lange Dokumentarfilm von KHM-Student Almourad Aldeeb „استحبس (Estahbes)“ (2026, 81 Min.) wurde bereits beim Festival Visions du Réel 2026 in Nyon uraufgeführt und beim Filmfest München mit dem Audience Award International ausgezeichnet.


Zum Jubiläum erscheint auch der Sammelband „Arbeiten für das Kino. Dokumentarfilm. Im Kino. Von heute aus gesehen" mit 50 Texten zu 50 Jahren Festivalgeschichte, herausgegeben von Festivalleiter Alexander Scholz und Kurator Patrick Holzapfel (Verlag StrzeleckiBookshier) u. a. mit Beiträgen von Prof. Alejandro Bachmann, Katja Lell, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der KHM, Christiane Büchner, Sven Ilgner und Ji Su Kang-Gatto, Absolvent*innen der KHM, sowie Dietrich Leder, langjähriger Professor für Dokumentarfilm an der KHM. Die Buchpräsentation findet am 3.11., 18:30 Uhr, (Tickets hier) statt.


Die KHM-Filme bei der 50. Duisburger Filmwoche


استحبس Estahbes, D/Syrien, 2026, 81 Min. mehr

Dokumentarfilm von Almourad Aldeeb

Arabisch mit deutschen Untertiteln
Im Jahr 2013 wurde in Damaskus eine Gruppe von Freunden festgenommen und in der Abteilung 215 inhaftiert. „Estahbes“ ist eine persönliche Reise zwischen Syrien und dem Exil, ein Versuch, Erinnerungen wachzurufen und sich einer Vergangenheit in Haft sowie einer Gegenwart des Zeugnisgebens zu stellen. In Gedenken an sieben Freunde, die unter Folter starben.

Das Team – Regie und Buch: Almourad Aldeeb; Bildgestaltung: Ayham Khalifeh; Erzähler: Almourad Aldeeb; Performative Intervention: Mustafa Kur; Kamera- und Lichtassistenz: Rawad Hamdan; Ton: Khaled Kurbeh; Montage: Almourad Aldeeb; Color Grading: Ewald Hentze; Sounddesign: Khaled Kurbeh; Tonmischung: Ralf Schipke; Betreuung: Prof. Alejandro Bachmann, Prof. Ulrike Franke, Prof. Philip Scheffner; Plakatgestaltung: Ayham Skaf; Produzenten: Almourad Aldeeb, Ayham Khalifeh; Produktion: Almourad Aldeeb, KHM; Weltvertrieb: WindCinema

Vorführtermin: 3.11., 16 Uhr, Tickets hier


„Das Monument bewegt sich“, 2026, 20 Min. mehr

Dokumentarfilm von Marja Suna Vormann

Deutsch, Spanisch mit deutschen Untertiteln

Auf den Mauern des Monuments stehen die Namen tausender Verschwundener, daneben erstreckt sich der Río de la Plata. Während der Diktatur warfen die argentinischen Militärs ihre Opfer aus Flugzeugen in den Fluss. „Presente!“ skandieren die Angehörigen auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires – „Wir werden euch aufspüren“ singen sie im Gerichtssaal. Ein Chor, der sich auch nach Jahrzehnten noch Gehör verschafft und für Gerechtigkeit kämpft. Erinnerung ist nicht aus Stein, sondern ein Strom, der unablässig fließt.

Das Team – Regie, Kamera, Montage, Voice Over: Marja Suna Vormann; Protagonistin: Leila Aguilar; Sound Recording: Gabriela Guimarães; Color Grading: Ewald Hentze; Sound Mixing: Judith Nordbrock; Betreuung: Prof. Alejandro Bachmann, Prof. Dr. Isabell Lorey; Betreuung Montage: Christian Becker; Produktion: Marja Suna Vormann, Kunsthochschule für Medien Köln

Vorführtermin: 3.11., 14:20 Uhr, Tickets hier

Die KHM gratuliert herzlich zum 50-jährigen Jubiläum.
Dokumentarfilme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln wurden seit 1994 regelmäßig in das Programm der Duisburger Filmwoche eingeladen:

Mattias Caduff „Blindnis“ (1994), Susanne Ofteringer „Nico-Icon“ (1994), Oliver Griem „Parallelwelten“ (1995), Xinru Nie „Tanz der Rotgardisten“ (1996), Britta Wandaogo „First Look“, Jörg Siepmann „Controlled Demolition“ (1997), Melanie Schemmer „Nächste Woche is ja auch noch“ (1998), Oliver Schwabe „Hand aufs Herz - Videotagebuch 1999“ (2000), Heike Mutter und Carolin Schmitz „Paralleluniversen“ (2002), Mark Wittek und Cristiano Civitillo „A Área – Das Gebiet“ (2004), Stefanie Gaus „Laufhaus“ (2006), Filipp Forberg „Maryvilla“ (2007), Katharina Pethke „In Liebe – Britta Schmidt“ (2007), Julia Keller „Agridulce“ (2008), Patrick Doberenz und Philipp Enders „man stirbt.“ (2009), Florian Riegel „Holding Still“ (2010), Tama Tobias-Macht „FRAU MACHT“ (2011), Andreas Schneider „Eight Characters and Two Syllables“ (2011), Alexandra Schröder „...man spielt nicht mehr, um zu gewinnen“ (2011), Tama Tobias-Macht „2000m² mit Garten“ (2012), Yu-Shen Su „Man Made Place“ (2015), Lukas Marxt „Nella Fantasia“ (2013), Diana Menestrey „OWAMI- I am... “ (2015), Dragana Jovanović „VREME“ (2016), Dandan Liu „Mei“ (2017), Florian Kunert „Fortschritt im Tal der Ahnungslosen“ (2019), Naama Heiman „Picnic at Hanging Rock“ (2021), Ji Su Kang-Gatto „Vlog #8998 – Korean Karottenkuchen & Our Makeup Routine“ (2022), Maximilian Karakatsanis „Fasolákia“ (2023), Martin Paret „Operation Namibia“ (2023), Jonas Hermanns „Die richtige Haltung“ (2023), Danila Lipatov „Elbows in Shatters“ (2025), Suse Itzel „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“ (2025

Editor — Ute Dilger

Dates on similar topics