Katja Lell arbeitet seit 2025 als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der KHM mit einem Schwerpunkt auf inklusiven, diskriminierungskritischen Perspektiven auf Film und Filmbildung. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln (Department Kunst und Musik), wo sie im Bereich der Filmbildung promoviert und bestehende Konzepte Ästhetischer Film-Bildung aus einer queer- und bildungstheoretischen Perspektive beleuchtet. In Lehre und Forschung interessiert sie sich für die Gestaltung von Vermittlungssituationen mit (experimentellen) Filmen und Videos sowie für eine kollektive Arbeit an einer diskriminierungskritischen, queer-feministischen Haltung in der Filmbildung. Darüber hinaus ist sie freiberuflich als Kulturarbeiterin und Filmemacherin tätig, sie organisiert Kurzfilmscreenings, spricht auf Panels, entwirft Vermittlungsmaterialien und verfasst Texte zur Filmbildung. Gemeinsam mit Manuel Zahn publizierte sie 2024 das Buch Spannungsfelder interkultureller Filmbildung im kopaed Verlag. Studium in Hamburg und Zürich, Bildende Kunst mit einem Schwerpunkt auf Video/Film, Philosophie sowie Kunstpädagogik.
- Publikationen (Auswahl):
- Ergör, G. & Lell, K. (2025). rewriting their* teaching stories. In Simone Koller, Mara Züst (Hrsg.) Doris Stauffer Source Book: Ideen für eine kollektive Kunstpraxis. Leipzig: Spector Books.
- Lell, K. & Şengüler, B. (2025). Aşk, Mark ve Ölüm – Rassistische Kontinuitäten, hegemoniale Männlichkeiten und affektive Blickwechsel in Filmbildungsräumen der Migrationsgesellschaft. In Denise Bergold-Caldwell, Rebekka Blum, Marina Dangelat, Juno Grenz, Susanne Maurer & Christine Thon (Hrsg.) Pädagogik und Geschlecht als Gegenstand politischer Kämpfe. Zur Analyse rechter, antifeministischer und rassistischer Diskurse. Leverkusen/Opladen: Verlag Barbara-Budrich.
- Lell, K. & Zahn, M. (2024). Spannungsfelder interkultureller Filmbildung. München: kopaed.
- Lell, K. (2023). Toxic breaks the order of things. Blickverhältnisse und Verwundbarkeiten in queerenden Filmvermittlungssettings. In Bader, N., Johns, S. & Krauss, L. (Hrsg.) How to Arts Education Research? Wissenspraxen zwischen Kunst und Bildung. München: kopaed, S. 123-131.
- Lell, K. (2022). Watching the Pain of Others – Ein (ver-)hexender Videoessay. In Kleesattel, I. (Hrsg.) Witchy Wits***. Mit situierten Sinnen und widerspenstigem Wissen. FKW – Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, 71, S. 88-102.
- Lell, K. (2022). On Overturned Chairs, Soft Pillows, and (Dis-)comfort with Accomplices – Thoughts on Queering Film Education. In Golden Pixel Cooperative (Hrsg.) Collective Infrastructures in Moving Image. Wien: Schlebrügge. S. 84-89.
- Lell, K. & Stähli, N. (2021). Une minute pour une image revisited – Ein Format künstlerischer Filmvermittlung in Anlehnung an Agnès Varda. In Moormann, P., Zahn, M., Bettinger, P., Hofhues, S.,Keden, H. J. & Kaspar, K. (Hrsg.) Mikroformate. Interdisziplinäre Perspektiven auf aktuelle Phänomene in digitalen Medienkulturen. München: kopaed, S. 219-226.
- Lell, K. (2018). Eine Einstellung ertasten, Essay zu dem experimentellen Film Wir haben so schön geschlafen (2018, Suse Itzel), in VETO Film Letter #0001, 10/2018
Vorträge:
- 2026 »Filmische Praktiken des Zurückstarrens. Eine vergleichende Analyse der gegen/dokumentarischen Filme C-TV (Wenn ich Dir sage, ich habe Dich gern) (Egermann, Thym, 2023) und Das Spendenproblem (Recherchekollektiv andererseits, 2022).« Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe PhilFak Divers der philosophischen Fakultät der Universität zu Köln.
- 2025 »Ein anderes Wir? Formen des Zurück-Starrens als Verschiebung von Beziehungsweisen«, Vortrag im Rahmen der Tagung »Praktiken der Hervorbringung von Behinderung in Kunst und Literatur« an der Universität zu Köln, Veranstalter:innen: Dr. Nina Eckhoff-Heindl (Universität zu Köln) und Dr. Daniela Kuschel (Universität Mannheim).
- 2023 Film Education in a Migration Society, Vortrag von Alejandro Bachmann, Manuel Zahn und Katja Lell, Scottish International Film Education Conference
- 2023 Forschungsmethoden qualitativer Forschung in der Ästhetischen Bildung, mit Manuel Zahn, Einführungsvortrag zur Ringvorlesung Ästhetische Erziehung (UzK)
- 2021 Gegenwärtigkeiten des Fabulierens. Ein unmögliches Duett über Räume, Beziehungen, Wiederkehr (auch Comeback), Vortrag von Eva Busch und Katja Lell in der Ringvorlesung Queere Fabulationen in unruhigen Zeiten, GeStiK Institut, Universität zu Köln & KHM
- 2021 »How do I look?« Queere Blicke und Körper im Seminarraum, Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung »Modi des Sehens und Bildens«, Kunstpädagogik und visuelle Bildung, Universität Hamburg
- 2020 N.O. Body is in the (class-)room, Queere Filmbildung in künstlerischen Filmen, Ringvorlesung Ästhetische Erziehung, UzK
Lehre, Workshops (Auswahl):
- 2025 Für ein anderes „Wir“: Die Perspektive der Behinderung, Einführendes Lektüreseminar, mit Alejandro Bachmann, KHM
- 2024 Der filmische Blick und das Konstrukt der Behinderung, Summerschool mit Stefan Huber, Alejandro Bachmann, ÖFM Wien
- 2024 Doubled Visions – queer-feministische Perspektiven auf Filmvermittlung (in Kooperation mit Internationalen Frauen Film Fest Köln + Dortmund), Seminar, Department Kunst und Musik, Universität zu Köln (UzK)
- 2024 Reality Bites – Dokumentarfilme im Gespräch, Seminar mit der dfi & Filmhaus Köln, Department Kunst und Musik (UzK)
- 2023 Künstlerisch-wissenschaftliches Schreiben: Wie schreiben wir (nicht) über/mit/durch Film und Kunst? Schreibworkshop mit ANna Tautfest, Hamburg
Ausstellungen, Screenings (Auswahl):
- 2021 wie sich erinnern […] Вспоминать (10 Min., experimenteller Kurzfilm) wurde auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck premiert
- 2019 Emanzenexpress, Atelier Automatique, Bochum (mit Laura Nitsch, Eva Busch, Julia Nitschke)
- 2018 Forever Now: Fictions, Futures, Cinemas (Film-, und Veranstaltungsreihe mit Gökçe Ergör, Paloma Ayala, Riikka Tauriainen, u.a.), Les Complices, Zürich (G)
- 2014 Aporien des Wir, Installative Präsentation des Langfilms Material Beton (2013) Eva Könnemann, Babak Behrouz, Marco Kunz, Laura Nitsch, Nick Koppenhagen, D21, Leipzig