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Javkhlan Ariunbold erhält den Kallmann-Preis 2025

Die KHM-Absolventin (Diplom 2024) ist Preisträgerin des „Kallmannpreises der Kreissparkasse 2025“, der mit insgesamt 18.000 Euro dotiert ist. Er setzt sich zusammen aus 3.000 Euro Preisgeld und 15.000 Euro für eine Ausstellung im Kallmann-Museum in Ismaning.

Ausstellung vom 1. März bis 14. Juni 2026, Kallmann-Museum Ismaning
Schloßstr. 3b, 85737 Ismaning
Mit Eintritt

Die mongolische Malerin und Videokünstlerin Javkhlan Ariunbold (*1990 in Ulaanbaatar, lebt und arbeitet in Köln) bezieht sich in ihrer Kunst auf Mythen und Sagen ihrer Heimat, in denen Naturgottheiten und heilige Wesen, oft in Tiergestalt, eine zentrale Rolle spielen.

„Manggus“, der Titel ihrer Ausstellung im Kallmann-Museum, bedeutet aus dem Mongolischen übersetzt „Monster“ und beschreibt eine geheimnisvolle Figur, die das Böse personifiziert. Wir alle kennen sie aus Märchen und Mythen, und auch in den Erzählungen der Eltern und Großeltern von Javkhlan Ariunbold hat sie eine wichtige Rolle gespielt. Für Ismaning schafft Ariunbold eine über mehrere Räume neu entwickelte Installation aus Gemälden, Videos und raumgreifenden, farbigen Wandzeichnungen. 

Thematisch bezieht sich die Ausstellung vor allem auf das Märchen „The Story of Galav“, das über Jahrhunderte von Märchenerzählern weitergegeben und 1977 erstmals niedergeschrieben wurde. Es geht darin um die Erschaffung des Universums. Die Ausstellung verknüpft die Oberwelt der Götter, die Mittelwelt der Menschen und Tiere sowie die Unterwelt der Geister zu einer eindrucksvollen künstlerischen Begegnung mit dem Ursprung der Welt sowie dem Kampf des Bösen gegen den Menschen. Mit ihren rätselhaften Gestalten greift Ariunbold dabei die Formen- und Ornamentsprache zentralasiatischer Kulturen auf und bezieht sich teils direkt auf mongolische Malereien des 18. und 19. Jahrhunderts. 


Die beiden Künstler*innen der Shortlist, Kallirroi Ioannidou und Jonas Brinker, werden ebenfalls mit Einzelpräsentationen vorgestellt. Daneben werden Arbeiten von Hans Jürgen Kallmann, dem Namensgeber des Preises, gezeigt.

Der Kallmann-Preis der Kreissparkasse richtet sich an in Deutschland lebende bildende Künstler*innen und zeichnet besondere zeitgenössische künstlerische Leistungen in den Themen aus, die Schwerpunkte im Schaffen von Hans Jürgen Kallmann (1908-1991), dem Gründer des Kallmann-Museums, waren: Porträt, Tier und Landschaft.

Die bisherigen Preisträgerinnen waren 2018 Yvonne Roeb (Tier), 2019 Doris Maximiliane Würgert (Porträt), 2020 Lena von Goedeke (Landschaft), 2021 Chris Bierl (Tier) und 2022 Aneta Kajzer (Porträt). 2023 wurde wegen des Museumsumbaus kein Preis vergeben. 2024 erhielt Ben Greber (Landschaft) den Preis, auf der Shortlist standen Annabell Häfner und Jonas Maria Ried.

Der Kallmann-Preis wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von: Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg.

Jury 2025: Dr. Olena Balun (Kunstverein Rosenheim / Kuratorin Kunstakademie München) Maya Heckelmann (Direktorin Künstlerhaus Marktoberdorf) Aneta Kajzer (Kallmann-Preisträgerin 2022) Rasmus Kleine (Museumsleiter Kallmann-Museum) Michael Sedlmair (Vorstandsvorsitzender der Kallmann-Stiftung).

Editor — Juliane Kuhn
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