
Ein Bonus Track von Artists Meets Archive #5: Eine Kooperation zwischen der Internationalen Photoszene Köln und der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).
In den 1980er Jahren entstand im popkulturellen Diskurs eine neue Sprache. Abseits etablierter Medien entwickelten Zeitschriften wie die 1980 in Köln gegründete SPEX – Musik zur Zeit im DIY-Modus Formen, um anders über Musik und Popkultur zu sprechen. Sie schlugen neue Töne an, die dem Gefühl von Punk und New Wave Ausdruck verliehen und der kulturellen Aufbruchstimmung eine Plattform boten. Neben den einflussreichen Texten zahlreicher Autor*innen trug auch die Fotografie wesentlich zur Herausbildung dieser neuen Sprache bei – und dennoch ist sie bis heute kaum wissenschaftlich untersucht oder künstlerisch reflektiert worden.
Im Rahmen der Kooperation soll nun die visuelle Ebene des (Kölner) Popjournalismus in den Fokus gerückt werden. Gemeinsam mit einer Gruppe Studierender begeben wir uns ab April 2026 auf eine künstlerisch-forschende Spurensuche, die seine Bildgeschichte(n) und -archive nachzeichnet. Zentraler Ausgangspunkt sind die Archivbestände des Fotografen Wolfgang Burats: Gründungsmitglied, Mitherausgeber und einer der ersten Fotografen der SPEX.
Für das Projekt "Bildgeschichte(n) des Kölner Popjournalismus" lädt die Internationale Photoszene Köln Studierende der KHM ein, sich diesem Themenkomplex künstlerisch-forschend anzunähern. Hierzu soll an der Kunsthochschule für Medien Köln eine Projektgruppe aus ca. 5 Studierenden gebildet werden. Zur Findung der Projektgruppe schreiben wir zusammen mit der KHM einen vom 20. März bis 20. April 2026 einen hochschulinternen Open Call aus.
Das Projekt ist Teil des Programms Artist Meets Archive #5 der Internationalen Photoszene Köln, gefördert durch die Stadt Köln, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Sparkassen Kulturstiftung Rheinland und die Sparkasse KölnBonn.