Für Studierende und Kolleg*innen der KHM gibt es noch ein Kontingent an Freikarten:festivalbuero@khm.de

Das experimentelle Spielfilmdebüt von Athina Tsangari erzählt die Erlebnisse einer globalen Nomadin und antizipiert schon 2001 hellsichtig die sozialen Folgen des World Wide Webs. Der Film wird im Programm »Fokus: Common Land« beim 43. IFFF Dortmund+Köln gezeigt. Der Filmabend findet in Kooperation mit der KHM statt.
Das Internationale Frauen Film Fest Dortmund+Köln findet vom 22. – 26. April in Köln statt und präsentiert in drei Wettbewerben, sechs Sektionen und zahlreichen Specials insgesamt 83 Filme aus 37 Ländern.
Im Rahmen des thematischen Schwerpunkts „Common Land“ zeigen das Festival und die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) gemeinsam den Debütfilm der griechisch-amerikanischen Regisseurin Athina Rachel Tsangari. „The Slow Business of Going“ (USA, 2000, 100 Min.) wird in der Aula der KHM in Anwesenheit der Regisseurin in der Originalversion mit englischen Untertiteln gezeigt. Der rund um das Jahr 2000 entstandene experimentelle Spielfilm kondensiert die Jahrtausendwende als eine allumfassende, entkoppelte Heimatlosigkeit jenseits von alltäglichen Realitäten. Kaum angekommen, plant die Hauptfigur Petra Going schon die Weiterreise. Sie ist im Auftrag der Experience Data Agency unterwegs, sammelt Erfahrungen anderer Menschen und speichert sie in ihrem Gedächtnis, von wo aus sie dann später in ein Archiv heruntergeladen werden. Gedreht auf Super 8, 16 mm, Mini-DV und 35 mm, aufgeblasen, manipuliert und mit Effekten bearbeitet, zündet Athina Tsangari in ihrem Debütfilm ein kreatives cineastisches Feuerwerk.
Für Studierende und Kolleg*innen der KHM steht ein Kontingent an Freikarten für diesen Abend zur Verfügung. Wir bitten um Anmeldung unter festivalbuero@khm.de
Am Samstag, 25. April 2026, findet um 15 Uhr, außerdem eine Diskussion mit Athina Rachel Tsangari & Silvia Federici über Commoning & Allmende im Orangerie Theater statt. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen finden Sie hier.
„The Slow Business of Going"
Experimenteller Spielfilm von Athina Tsangari
USA, 2000, 100 Min.
Petra Going ist eine professionelle Welt- und Zeitreisende. Statt Gepäck reist sie mit einem Schaukelstuhl − von einem Hotelzimmer ins nächste. »Ich habe irgendwie Heimweh, aber ich weiß nicht, wonach oder wohin.« stellt sie lakonisch fest. Die urbanen Räume präsentieren sich als Unorte, sind komplett austauschbar: Tokio, Manhattan, Tangier, Tel Aviv … eine endlose Serie von Städten, die nur noch behauptet werden, aber nicht wirklich identifizierbar sind. Jeder Ort eine Episode im Film, und jede Episode eine Begegnung mit einem Menschen, gefilmt mit einer eigenen Ästhetik in einem anarchisch-kollaborativen Material- und Genre-Mix. Entstanden rund um das Jahr 2000, kondensiert der Film die Jahrtausendwende als eine allumfassende entkoppelte Heimatlosigkeit jenseits von alltäglichen Realitäten. Kaum angekommen, plant Petra schon die Weiterreise. Sie ist unterwegs im Auftrag der Experience Data Agency. Sie sammelt Erfahrungen anderer Menschen und speichert sie in ihrem Gedächtnis, von wo sie dann später in ein Archiv heruntergeladen werden. Gedreht auf Super 8, 16mm, mini DV und 35mm, aufgeblasen, manipuliert und mit Effekten bearbeitet, zündet Athina Tsangari in ihrem Debutfilm ein kreatives cineastisches Feuerwerk.
Athina Rachel Tsangari, Filmemacherin und Produzentin, gilt als zentrale Protagonistin des jungen griechischen Kinos. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theater an der Aristotle University in Thessaloniki. Zudem absolvierte sie ein Masterstudium in Performance Studies an der New York University und ein Filmstudium an der University of Texas. Den Einstieg ins Kino fand sie durch eine Rolle in Richard Linklaters legendärem Film "Slacker". "The Slow Business of Going" war ihr Abschlussfilm. Sie produzierte Filme wie Richard Linklaters "Before Midnight" oder Yorgos Lanthimos’ "Dogtooth". Letzterer war Produzent ihres gefeierten Spielfilms "Attenberg", der den Spielfilmpreis 2010 beim IFFF in Dortmund gewann. Athina Rachel Tsangari ist Mitglied der Internationalen Jury des Internationalen Spielfilmwettbewerbs beim Frauen Film Fest Dortmund+Köln 2026.
Für Studierende und Kolleg*innen der KHM gibt es noch ein Kontingent an Freikarten:festivalbuero@khm.de