
Neue Installation auf dem Vorplatz des Künstlervereins Malkasten in Düsseldorf, einer gemeinsamen Arbeit der Studierenden Lena Wendlandt und Luca De Marco, die mit „Core“ den Schaukasten und die Fahnen bespielen.
SCHAUKASTEN
Labyrinth. Ein System aus Wegen, die sich verzweigen, in Sackgassen führen, sich kreuzen, ihre Richtung verändern. Ein Bild, mit welchem sich Lena Wendlandt und Luca De Marco in ihrer Zusammenarbeit befasst haben.
Gibt es nur den einen richtigen Weg? Oder gibt es mehrere mögliche Wege? Gehen wir diese Wege allein oder gemeinsam? Wie entstehen diese Wege? Sind die Wege vorgeschrieben? Oder bestimmen wir sie selbst als Teil der Gesellschaft? Welche Spuren hinterlässt unser Weg? Welche Form nehmen unsere Entscheidungen an?
Mit dieser Auseinandersetzung gesellschaftlicher Fragestellungen haben sie zeichnerisch ein neues Labyrinth konzipiert, welches im Rahmen der Installation „CORE“ im Schaukasten gezeigt wird.
FAHNEN AUF DEM VORPLATZ
Lena Wendlandt und Luca De Marco hinterfragen in ihrer Arbeit „CORE“ die Funktion und Symbolik der Fahne. Traditionell fungiert sie als ein Medium maximaler Sichtbarkeit. Als bewegliches Bild im öffentlichen Raum transportiert sie Zugehörigkeit, Abgrenzung, Identität und Ideologie.
In der vorliegenden Arbeit wird diese Funktion grundlegend unterlaufen. Die Künstler*innen nutzen die Fahne nicht als Bildträger im klassischen Sinne, sondern als Material. Das Bild bleibt präsent, ohne sich unmittelbar preiszugeben. Es entzieht sich einer klaren Lesbarkeit und verschiebt sich in einen Zustand zwischen Sichtbarkeit und Unzugänglichkeit. Im Zentrum steht dabei die Frage:
Was ist tatsächlich sichtbar? Und was bleibt unsichtbar, obwohl es existiert?
Luca de Marco studiert seit WS 2024 an der KHM, Lena Wendlandt studiert an der Akademie der bildenden Künste Wien.