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KHM bei den Kölner Kino Nächten

KHM

Im Rahmen der KÖLNER KINO NÄCHTE 2026 (28. bis 31. Mai) präsentiert die Kunsthochschule für Medien Köln eine Auswahl von Filmen und Videoarbeiten, die auf internationalen Festivals präsentiert und ausgezeichnet wurden. 

Donnerstag, 28. Mai 2026, 19 Uhr
Aula der KHM
Filzengraben 2, 50676 Köln

Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) lädt am Eröffnungsabend der Kölner Kino Nächte zu einem Kurzfilmprogramm in ihre Aula ein. Gezeigt werden fünf Kurzfilme, die in den letzten zwölf Monaten auf internationalen Filmfestivals von Jurys oder dem Publikum ausgezeichnet wurden und nun noch einmal auf großer Leinwand am Entstehungsort in Köln zu sehen sind.

Der Dokumentarfilm „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“ von Suse Itzel, entstanden als Diplomarbeit an der KHM, erhielt beispielsweise beim renommierten Slamdance Festival in Los Angeles den Preis für den besten Experimentalfilm 2026. Der Animationsfilm „So ist das Leben, und nicht anders.“ von Lenia Friedrich, ebenfalls ein Diplomfilm, wurde mit dem Preis für den besten Hochschulfilm beim San Sebastián International Film Festival 2025 ausgezeichnet. Im Programm wird auch der Abschlussfilm „Nuestra sombra“ von Agustina Sánchez Gavier noch einmal zu sehen sein. Nach seiner Uraufführung in Cannes 2024, wurde der Spielfilm auf über 50 Festivals eingeladen und erhielt zahlreiche Preise. Die Filme erzählen persönliche, gesellschaftliche und politische Geschichten und reichen von Spielfilm über Dokumentar- und Animationsfilm bis hin zu experimentellen Formen und hybriden Erzählweisen.


Schon heute laden wir Sie herzlich zum Rundgang an der KHM ein. Entdecken Sie vom 15. bis 19. Juli die aktuellen künstlerischen Arbeiten der Studierenden in den Ausstellungsräumen, in der Aula und im Filmforum. Der Eintritt ist frei.


Kölner Kino Nächte – Das Fest der Kölner Kinos, Filminitiativen, Filmfestivals, Verleiher, Kultureinrichtungen und Hochschulen findet 2026 zum 18. Mal statt. Erneut gibt es ein gemeinsames, breitgefächertes Filmprogramm aus Previews und Premieren mit Gästen, Filmklassikern und Filmreihen und Kurzfilmprogrammen. Insgesamt haben die Zuschauer*innen an vier Tagen die Wahl zwischen 50 Filmprogrammen an 17 verschiedenen Spielorten in der ganzen Stadt verteilt.


„Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“
Experimentalfilm, 2024, 23:35 Min.mehr 

Wie können wir über sexuelle Gewalt sprechen? 
In dem experimentellen dokumentarischen Essayfilm setzt sich die Regisseurin mit den schmerzhaften Erinnerungen an die sexualisierte Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend auseinander, mit deren Folgen sie noch immer kämpft. „Anfang November 2018 entschied ich mich, einen autobiografischen Film zu machen. Kurz dachte ich, ich könnte das einfach tun. Ich könnte einfach den Bericht der psychiatrischen Klinik lesen: Die Patientin berichtete, dass sie vom 11. bis 15. Lebensjahr von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde... - Sie sagen, es sei behandelbar. - Vielleicht wäre ich heute genauso traurig, wenn all das nicht passiert wäre?“


„So ist das Leben und nicht anders.“, 2024, 13 Min.

AnimaDok von Lenia Friedrich mehr
Der Film ist eine hypnotische Erkundung der von Frau Miko im Laufe ihres langen, fast hundertjährigen Lebens bewohnten und verlorenen Räume. Ihre gehäuseartigen Erinnerungsgefüge haben sich mit denen von Lenia Friedrich überlagert, die im Inneren des gemeinsam bewohnten Hauses verträumt ihrem eigenen Alterungsprozess nachsinnt.
Die animierten Sequenzen dieses Films tasten sich durch Gedächtnisschichten, bringen Artefakte zum Vorschein, die dort gefunden werden können, aber auch die Hohlräume und Risse, die zurückbleiben, wenn Objekte, Erinnerungen oder Namen verschwinden. (Text: Aiden Vetter)


„Chrysanthemum“, 2025, 9:20 Min.

Animationsfilm von Jingyuan Luo mehr

In „Chrysanthemum“ nähert sich Jingyuan Luo dem Fall einer chinesischen „Selbstmordspringerin“, indem sie das Trauma eines Todes, der von dem Staat selbst verschleiert wurde, der ihn verursacht hat, wieder und wieder durchlebt. In wortlosem Kummer erblüht die Blume des Trauerns. Zeichnung einer stilisierten Blumenblüte. Die namensgebenden Blume des Films: unheimlich und schön in ihrer erschütternden Traurigkeit.


„Moving Mountains”, 2024, 6 Min. mehr

Animation von Jessica Poon

Moving Mountains zeigt eine surrealistische Welt, die von winzigen Menschen bewohnt wird, die eine riesige Wasserlandschaft durchqueren und versuchen, ständig bergige Inseln zu bewegen.
Inspiriert von der modernen nomadischen Lebensweise und der damit einhergehenden ideologischen Dekadenz, erforscht der Film das Verhältnis zwischen Willen und Widerwillen und die Frage, woher die individuelle Motivation kommt. 


„Nuestra Sombra“ („Our Own Shadow“) mehr
Spielfilm, 2024, 19 Min., Spanisch mit engl. UT 

Der Himmel birgt schlechte Omen. Wo die Natur verachtet wird, verschwinden Menschen, fallen Bäume und die Sonne wird verschlungen.

Editor — Ute Dilger
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