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Die KHM-Studentin Miri Klischat ist mit ihrem experimentellen Dokumentarfilm „Garden of Edie“ beim 26. Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst für den Nachwuchspreis nominiert.
Die KHM-Studentin verantwortet sowohl die Regie als auch das Drehbuch und die Montage des Films.
Die Vorjurys von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst, haben für die diesjährige Ausgabe außergewöhnliche Montageleistungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm und Kurzfilm ausgewählt. Aus knapp 200 Kurzfilmen nominierte die Jury den experimentellen Dokumentarfilm „Garden of Edie“ (2026, 20 Min.) der KHM-Studentin Miri Klischat für den Förderpreis Schnitt zusammen mit vier weiteren Filmen. Der mit 2.500 € dotierte Nachwuchspreis für Editor*innen prämiert die beste Montage eines Kurzfilms von maximal 20 Minuten Länge und wird seit 2005 verliehen.
In „Garden of Edie“ erzählt Miri Klischat die Geschichte von Edie Montana, die bereits als Kind Schriftstellerin werden wollte und sich diesen Traum durch ihre Arbeit als Sexarbeiterin nun selbst erfüllt hat. Der Film feierte seine Festivalpremiere bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und wurde mit dem 1. Preis im NRW-Wettbewerb ausgezeichnet. Miri Klischat zeichnet dabei für Regie, Buch und Montage verantwortlich, die Kamera führte die KHM-Studentin Lisa Bülow.
Die Nominierungen für den Förderpreis Schnitt 2026:
Erni Hannah Burgmann für „Splitter“ (Regie: Marie P. Bagh)
Anjuna Hartmann für „From Ecuador with Love“ (Regie: Jonathan Brunner)
Emma Holzapfel für „Mother of a Son“ (Regie: Kevin Koch)
Miri Klischat für „Garden of Edie“ (Regie: Miri Klischat)
Jonathan Meiri für „Found & Lost“ (Regie: Reza Rasouli)
Das Festival präsentiert die nominierten Filme am Sonntag, den 18. Oktober 2026, um 20:30 Uhr im Filmforum im Museum Ludwig in Anwesenheit der Editor*innen. Die Preisverleihung findet dann am Montag, den 19. Oktober 2026, ebenfalls im Filmforum statt.
Das Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst ehrt die herausragende Arbeit von Editor*innen bei Filmen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die beiden Hauptpreise zeichnen jährlich die beste Montageleistung an einem Kinospielfilm oder Kinodokumentarfilm aus und sind mit jeweils 7.500 Euro dotiert. Im Wettbewerb um die beste Montage eines Kurzfilms bis 20 Minuten wird jährlich der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis Schnitt vergeben.
„Garden of Edie“ von Miri Klischat
Dokumentarfilm, 2026, 20 Min. mehr
Wenn klein Edie erwachsen ist, möchte sie Autorin werden. Zwanzig Jahre später schreibt die katholisch aufgewachsene Edie Montana einen Brief an ihr junges Ich und erzählt ihr, wie sie sich ihren Traum erfüllt hat, in dem sie neben ihrer aktivistischen Kunst auch als Sexarbeiterin arbeitet, um genug Zeit zum Schreiben zu haben. Doch dafür musste sie sich erst von den düsteren Stimmen in ihrem Kopf befreien.
„Die Vertreibung aus dem Paradies als Befreiungsakt. Der mutige Bruch mit Konventionen und normierten Lebensmodellen führt zur Entdeckung der eigenen Sexualität und der eigenen Stimme. „Sie“ wird zum „Ich“, während die Kamera in präzisen Bildern den neuen Garten der Versuchung erkundet. Wie durch die Geschichten aus den unsichtbaren Welten, die sie als Kind den Freundinnen beschrieb, leitet uns die Protagonistin mit ihrer Sprache auf dem erkenntnisreichen Weg zur Selbstermächtigung.“ (Jurybegründung Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)
Miri Klischat, geboren 1995 in Wuppertal, absolvierte ihr Film & Sound Studium an der Fachhochschule Dortmund mit dem Kurzfilm „When I bleed“. Seit 2023 studiert sie postgradual Mediale Künste an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Schwerpunkt Drehbuch, Regie und Montage. Für ihren ersten Kurzfilm an der KHM „swinging“, bei dem sie auch die Montage verantwortete, erhielt sie 2024 den Förderpreis im NRW-Wettbewerb bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen. Für ihren zweiten Kurzfilm an der KHM „Garden of Edie“, den sie ebenfalls selbst montierte, wurde sie mit dem Hauptpreis im NRW-Wettbewerb in Oberhausen ausgezeichnet. Im April gewann sie den Short Tiger Award der FFA mit ihrem Kurzfilm „fragil“ (gemeinsam mit Laurenz Otto). Aktuell entwickelt sie ihr Spielfilmdebüt „Seepferdchen“.
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