Freitag, 17. Juli

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Rundgang 2026: Filmprogramm Freitag, 17. Juli, 14 Uhr


Freitag, 17. Juli 2026, 14 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln

Moderation: Prof. Philip Scheffner
​​​​​​​Eintritt frei

„Maros Foto“
Alexandros Murböck (Regie & Buch)

Dokumentarfilm, 2026, 30 Min., Deutsch/Griechisch mit engl. UT
Frühe 2000er, Maria Nikolaidou macht auf der Panzerwiese in München ein Foto: Zwei kleine Jungs spielen Krieg. Ein Engel legt schützend seine Arme um sie. Was wir auf den ersten Blick nicht sehen: Der Engel ist schwanger. Auf einem Hügel im Hintergrund steht eine Person, welche die Szene zu beobachten scheint. 23 Jahre später macht ihr Sohn Alexandros mit derselben Kamera, die damals seine Mutter benutzt hat, einen Film über dieses Foto. In Gesprächen mit seiner Mutter und den Figuren des Fotos kehrt er an den Ort der Aufnahme zurück und versucht, die Geschichten hinter dem Bild zu rekonstruieren.
    

 모두를 위한 모국어는 없다“/ „No Mother Tongue for Everyone“

Jinhyun Kim (Regie & Buch)

Dokumentarfilm, 2026, 68 Min., Koreanisch mit engl. UT
Aufgewachsen mit ihrem nonverbalen Bruder mit Behinderung, bewegt sich Jinhyun in einer von Scham geprägten Zuneigung und Distanz. Ihre Reise führt durch Institutionen und zeichnet Konturen von Ausgrenzung nach. Die Kamera bleibt an der Schwelle und sammelt Spuren von Kontrolle. Züge verbinden diese Fragmente und fahren in die Nacht hinein – dorthin, wo Sprache sich auflöst und das, was bleibt, nicht gesagt, sondern gefühlt wird.

Rundgang 2026: Filmprogramm Freitag, 17. Juli, 18:30 Uhr


Freitag, 17. Juli 2026, 18:30 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
Moderation: Prof. Nanouk Leopold
Eintritt frei

„Mir zuliebe“

Fabian Rieke (Regie & Buch)

Dokumentarfilm, 2026, 79 Min., Deutsch mit engl. UT
„Mir zuliebe“ ist ein Gespräch über das Sterben, zwischen meiner Großmutter Helga und mir. Helga hat Krebs. Es wird wohl ihr letztes Jahr sein. Ich fahre jetzt öfter zu ihr und nehme die Kamera mit. Dabei stellen wir uns die Frage: Wie kann Sterben harmonisch sein? Ein innerer Widerspruch begleitet uns dabei: Einerseits wünscht sich Helga, friedlich zu gehen und den Tod anzunehmen. Doch da ist auch der Selbsterhaltungstrieb. Lässt der sich wirklich abschalten, wenn der Moment kommt? Und bis dahin ist ja auch noch Zeit, oder nicht? Der Film sammelt Momentaufnahmen des Loslassens und des Abschiednehmens – zwischen Wohnzimmer und Pflegeheim, letzten Stufen, Gedichten und Atemzügen.

Rundgang 2026: Filmprogramm Freitag, 17. Juli, 20 Uhr


Freitag, 17. Juli 2026, 20 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Moderation: Prof. Franz Müller
Eintritt frei

„Crushers“

Julian Wonn (Regie & Buch), Matthias Schöning (Bildgestaltung & Co-Autor), Franka Schuh (Co-Autorin & Ton)
Dokumentarfilm, 2025, 8 Min., Deutsch mit engl. UT

Inmitten von Schlamm, Schweiß und Tackles entsteht ein Raum echter Gleichheit: „Crushers“ porträtiert ein inklusives Rugbyteam in Köln, in dem queere Identitäten nicht hinterfragt, sondern selbstverständlich gelebt werden. Der Film macht sichtbar, was oft übersehen wird: Echter Teamgeist wächst nur dort, wo niemand ausgegrenzt wird. Eine leise, aber entschlossene Hommage an Vielfalt und Zusammenhalt – und das zutiefst menschliche Bedürfnis, dazuzugehören.

„Consagración“
Vanessa Monti (Regie & Buch), Bernard  Mescherowsky (Bildgestaltung)
Spielfilm, 2026, 17 Min., Spanisch mit engl. UT

In einem stillen deutschen Winter wird eine junge Kolumbianerin mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, als eine VHS-Kassette, die ihr Abtreibungsritual zeigt, unerwartet in den Besitz ihres Dates gelangt. Schuldgefühle und Sehnsucht verflechten sich in diesem intimen Filmgedicht über Sehnsucht und fragile Heilung, das ihre zerbrochenen Erinnerungen an Bogotá nachzeichnet.

„Eine Tochter und zehn Söhne“

Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise (Regie & Buch)

Dokumentarfilm, 2026, 21 Min., Russisch, Kirgisisch mit engl. UT
Zharkynai hat eine Green Card gewonnen und steht kurz davor, sich von Chica und ihrer Heimatstadt zu verabschieden. Am Stadtrand von Bishkek treffen sich Jugendliche auf einem Skateplatz und sprechen über die wichtigen Dinge des Lebens. Ein Film übers Aufwachsen in einem postsowjetischen Land. Und vom Spagat zwischen den Einflüssen Russlands und Amerikas.

„Komm’ uns doch mal wieder besuchen“

Bernard Mescherowsky (Regie & Buch), Lucas Dülligen (Bildgestaltung)
Spielfilm, 2026, 14 Min., Deutsch mit engl. UT

Ein Sohn begibt sich auf die Heimreise, um seine Eltern zu besuchen und sie im Alltag zu entlasten. Es ist das erste Aufeinandertreffen, seit sein Vater zum Pflegefall geworden ist und seine Mutter sich zwischen Pflege und Haushalt aufzulösen scheint. Angesichts der mentalen Ohnmacht der ganzen Familie wird das schwierige Verhältnis zum Elternhaus auf die Probe gestellt.

„Shirin und Nikan“                      
Hesam Yousefi (Regie & Buch)

Dokumentarfilm, 2026, 18 Min., Kurdisch, Persisch mit engl. UT
Eine kurdische Frau. Eine persische Frau. Ein lesbisches Paar. Eine Liebesbeziehung, die sich nicht in einer gemeinsamen Sprache erzählen lässt.

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