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Max Ernst-Stipendiat 2026: Fynn Ribbeck – Horses

Hide and Seek (2023) von Fynn Ribbeck

Verleihung und Ausstellungseröffnung: Der Künstler und KHM-Student erhält das mit 10.000 Euro dotierte Max-Ernst-Stipendium der Stadt Brühl.

Donnerstag, 2. April 2026, 19 Uhr, Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstraße 42, 50321 Brühl
Eintritt frei

Der 1995 in Lennep geborene Video- und Installationskünstler Fynn Ribbeck hat sich gegen die 48 verbliebenen von 262 Bewerbungen aus den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur, Installation, Fotografie und Video durchgesetzt. Er ist Preisträger des Max Ernst-Stipendiums der Stadt Brühl 2026.

Zunächst hat der Künstler von 2013 bis 2021, zuletzt als Meisterschüler der Professorin Dominique Gonzalez-Foerster, studiert. Seit 2022 absolviert er ein Postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln.


Die Fachjury hat sich intensiv mit den Einreichungen auseinandergesetzt. Die Arbeiten von Fynn Ribbeck haben sich besonders hervorgehoben. Die außergewöhnliche Qualität der Videoarbeiten und in physische Körper übersetzten Skulpturen werden in der Jurybegründung besonders gelobt. Sie basieren teils auf digitalen Bildern aus den filmischen Arbeiten.


Die Laudatio hält Linéa Bake, freischaffende Kuratorin und Autorin.

Jurybegründung
Skulpturen und Videoarbeiten bestimmen in einer einzigartigen Symbiose von analoger Materialität und Digitalität das Werk von Fynn Ribbeck. Die digital
generierten Bildwelten seiner Videoarbeiten faszinieren. Sie kommen beunruhigend bekannt vor, nicht zuletzt, da sie analoge filmische Ästhetiken und Perspektiven
evozieren. Was Fynn Ribbeck bei seiner Suche in analogen Bildarchiven findet, wie etwa ein Klassenfoto aus den 1930er Jahren, wird zum Ausgangspunkt für imaginierte Figuren, Räume und Erzählungen, die Fragen nach Authentizität und Wahrheit aufwerfen. So erlaubt die Verfremdung des historischen Bildmaterials auch, vermeintlich stabile Narrative neu zu verhandeln und zu befragen – und neue Räume der Assoziation und Irritation zu öffnen.
Die in den Videoarbeiten erzeugte Spannung von Digitalität und Materialität führt Ribbeck in seinen Skulpturen fort. Aus unterschiedlichen Materialien wie Folien, Fellen, und Kunstleder, näht Ribbeck seine Collage-Skulpturen in Schnittmustern zusammen, die er aus Motiven seiner Videoarbeiten schafft. Aus dem Digitalen
entstehen so wesenhafte Objekte voller Licht und Farbe, die, außergewöhnlich in Erscheinung und M
aterialästhetik, die Jury einstimmig überzeugt haben.

(Jury: Kunsthistorikerin Madeleine Frey, die Künstler Lutz Fritsch und Serena Ferrario, der Vorsitzende der Max Ernst-Gesellschaft e.V., Dieter H.A. Gerhards, sowie die Jurorin aus der Brühler Bevölkerung, Inés Martínez-Palomo und der Bürgermeister der Stadt Brühl, Dr. Marc Prokop)


Eine Veranstaltung der Stadt Brühl - Kultur und Tourismus.

Editor — Juliane Kuhn
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