Für Studierende und Kolleg*innen der KHM steht ein Kontigent an Freikarten zur Verfügung. Wir bitten um Anmeldung bis 16. April unter festivalbuero@khm.de

Das experimentelle Spielfilmdebüt von Athina Tsangari erzählt die Erlebnisse einer globalen Nomadin und antizipiert schon 2001 hellsichtig die sozialen Folgen des World Wide Webs. Der Film wird im Programm »Fokus: Common Land« beim 43. IFFF Dortmund+Köln gezeigt. Der Filmabend findet in Kooperation mit der KHM statt.
Das IFFF Dortmund+Köln findet vom 22. – 26. April in Köln statt und präsentiert in drei Wettbewerben, sechs Sektionen und vielen Specials 83 Filme aus 37 Ländern. Das Festival ist ein Ort für filmische Entdeckungen, der Gastfreundschaft und des intensiven Austauschs. Dafür steht auch der thematische Fokus, der quer durch die Filmgeschichte und über Genregrenzen hinweg gesellschaftliche Themen bearbeitet.
Mit dem Titel „Common Land“ nutzt der Fokus einen historischen und zugleich utopischen Begriff, um ein breites Spektrum an filmischen Perspektiven zu präsentieren. Die »Commons«, im Deutschen die »Allmende«, ist gemeinschaftliches Eigentum; historisch waren das Ackerland, Gewässer oder Wald, die von der ganzen Dorfgemeinschaft genutzt werden durften.
Für Studierende und Kolleg*innen der KHM steht ein Kontigent an Freikarten für diesen Abend zur Verfügung. Wir bitten um Anmeldung bis 16. April unter festivalbuero@khm.de
„The Slow Business of GoingEr"
Experimenteller Spielfilm von Athina Tsangari
United States, 2000, 100 Min.
Petra Going ist eine professionelle Welt- und Zeitreisende. Statt Gepäck reist sie mit einem Schaukelstuhl − von einem Hotelzimmer ins nächste. »Ich habe irgendwie Heimweh, aber ich weiß nicht, wonach oder wohin.« stellt sie lakonisch fest. Die urbanen Räume präsentieren sich als Unorte, sind komplett austauschbar: Tokio, Manhattan, Tangier, Tel Aviv … eine endlose Serie von Städten, die nur noch behauptet werden, aber nicht wirklich identifizierbar sind. Jeder Ort eine Episode im Film, und jede Episode eine Begegnung mit einem Menschen, gefilmt mit einer eigenen Ästhetik in einem anarchisch-kollaborativen Material- und Genre-Mix. Entstanden rund um das Jahr 2000, kondensiert der Film die Jahrtausendwende als eine allumfassende entkoppelte Heimatlosigkeit jenseits von alltäglichen Realitäten. Kaum angekommen, plant Petra schon die Weiterreise. Sie ist unterwegs im Auftrag der Experience Data Agency. Sie sammelt Erfahrungen anderer Menschen und speichert sie in ihrem Gedächtnis, von wo sie dann später in ein Archiv heruntergeladen werden. Gedreht auf Super 8, 16mm, mini DV und 35mm, aufgeblasen, manipuliert und mit Effekten bearbeitet, zündet Athina Tsangari in ihrem Debutfilm ein kreatives cineastisches Feuerwerk.
Athina Rachel Tsangari, Filmemacherin und Produzentin, gilt als zentrale Protagonistin des jungen griechischen Kinos. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theater an der Aristotle University in Thessaloniki. Zudem absolvierte sie ein Masterstudium in Performance Studies an der New York University und ein Filmstudium an der University of Texas. Den Einstieg ins Kino fand sie durch eine Rolle in Richard Linklaters legendärem Film "Slacker". "The Slow Business of Going" war ihr Abschlussfilm. Sie produzierte Filme wie Richard Linklaters "Before Midnight" oder Yorgos Lanthimos’ "Dogtooth". Letzterer war Produzent ihres gefeierten Spielfilms "Attenberg", der den Spielfilmpreis 2010 beim IFFF in Dortmund gewann. Athina Rachel Tsangari ist Mitglied der Internationalen Jury des Internationalen Spielfilmwettbewerbs beim Frauen Film Fest Dortmund+Köln 2026.
Für Studierende und Kolleg*innen der KHM steht ein Kontigent an Freikarten zur Verfügung. Wir bitten um Anmeldung bis 16. April unter festivalbuero@khm.de