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Sonic Cinema – T*taube Perspektiven jenseits des Hörens

Still aus „The Tuba Thieves“ von Alison O’Daniel

In Kooperation mit dem Sommerblut Kulturfestival wird am 20. Mai 2026 „The Tuba Thieves“ von d/Deaf Künstlerin Alison O’Daniel an der KHM gezeigt.

Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln
Eintritt frei
Moderation: Katja Lell

Im Rahmen von „Sonic Cinema“, einer Kooperation zwischen KHM und dem Sommerblut Kulturfestival, läuft „The Tuba Thieves“ von d/Deaf Künstlerin Alison O’Daniel am 20. Mai 2026 um 19 Uhr in der Aula der KHM. Der Film führt in einer assoziativen, essayistischen Reise an Orte in Kalifornien, an denen der Klang eine ganz eigene physische Präsenz bekommt: Wir begegnen dröhnenden Flugzeugen, Schulorchestern auf der Suche nach ihren gestohlenen Tubas, lautstarken Punkkonzerten im Deaf Club von San Francisco und der Gebärdensprachpoesie von Christine Sun Kim.


Im Anschluss an das Screening wird es ein Nachgespräch mit Fabian Rombach (Universität zu Köln) geben. Moderiert wird der Austausch von Katja Lell (KHM). Das Nachgespräch wird in Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht.


Katja Lell arbeitet seit 2025 als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der KHM mit einem Schwerpunkt auf inklusiven, diskriminierungskritischen Perspektiven auf Film und Filmbildung. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln (Department Kunst und Musik), wo sie im Bereich der Filmbildung promoviert und bestehende Konzepte Ästhetischer Film-Bildung aus einer queer- und bildungstheoretischen Perspektive beleuchtet. Darüber hinaus ist sie freiberuflich als Kulturarbeiterin und Filmemacherin tätig, sie organisiert Kurzfilmscreenings, spricht auf Panels, entwirft Vermittlungsmaterialien und verfasst Texte zur Filmbildung. Gemeinsam mit Manuel Zahn publizierte sie 2024 das Buch „Spannungsfelder interkultureller Filmbildung“ im kopaed Verlag.

„The Tuba Thieves“ von Alison O’Daniel

USA, 2023, 92 Min. 

Vergiss lineares Erzählen, denn dieser Film folgt der reinen Wahrnehmung von Geräuschen und Stille. Über einen Zeitraum von zehn Jahren entwickelt, orientiert sich die Inszenierung an Soundkunstwerken von Visionären wie Christine Sun Kim und Steve Roden. The Tuba Thieves lädt dich ein, die Welt durch die Ohren und Augen einer Gemeinschaft zu erfahren, die Klang jenseits des rein Akustischen versteht. Es ist eine Einladung, die eigenen Sinne neu zu justieren und zu entdecken, wie viel Raum zwischen den Tönen liegt.


Alison O’Daniel dekonstruiert das klassische Kinoerlebnis. Anstatt eine Geschichte über das „Nicht-Hören“ zu erzählen, erschafft sie einen Raum, in dem das Publikum die Komplexität und Schönheit einer T*tauben (Deaf) Perspektive unmittelbar miterleben kann.


Hinweise

In Absprache mit der Filmemacherin Alison O'Daniel werden Luftballons vor Ort gestellt, die es bei Berührung ermöglichen, die Soundvibrationen zu spüren.

Der Film wird mit offenen Untertiteln auf Englisch und Deutsch sowie mit einer Audiodeskription auf Englisch gezeigt. Die Originalfassung ist in englischer/ spanischer Lautsprache und in American Sign Language.

Es gibt einige Stellen im Film mit sehr lauter Lautstärke, diese bauen sich aber auf und kommen nicht plötzlich.


Die Aula der KHM ist für Personen im Rollstuhl oder mit einer Gehbehinderung zugänglich. 



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