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Fast 100 und fast 90 Jahre alt. Feministische Essays von Virginia Woolf zu Selbstbestimmung und Faschisierung

Prof. Dr. Isabell Lorey im Gespräch mit Andrea Maihofer (Uni Basel). Im Rahmen der Ringvorlesung Connections - Von Verbindungen und Ermutigungen in Kooperation von GeStiK und den Queer Studies in Künsten und Wissenschaft der KHM.

Donnerstag, 7. Mai 2026, 16-17.30 Uhr, online
(Weblink folgt)

Bereits 1929 veröffentlichte die Schriftstellerin und Verlegerin Virginia Woolf ihren für die Frauenbewegung so wichtigen Essay Ein Zimmer für sich allein. Zehn Jahre später, 1938, beantwortete sie in Drei Guineen die ungewöhnlicherweise an sie als Frau gerichtete Frage: Wie lässt sich Krieg verhindern? Für Woolf war diese Frage Anlass dafür, sich ausführlich zu den Verbindungen von Patriarchat, Militarismus, Krieg und Faschismus zu äußern. Eingebunden in die Intellektuellen und Künstler*innenkreise in London, lebte sie in den 1920er Jahren offen ihre lesbische Beziehung zu Vita Sackwille-West.


Isabell Lorey  (Professorin für Queer Studies in Künsten und Wissenschaft an der KHM) spricht mit Andrea Maihofer über Woolfs scharfsinnige Analyse der bürgerlichen Geschlechterordnung, vor deren Hintergrund sie eine Utopie der Vervielfältigung von Geschlecht und Sexualität formuliert. Und es geht um Woolfs teilweise damit verwobene weitsichtige Analyse von Prozessen der Faschisierung.


Andrea Maihofer ist Philosophin und Soziologin und emeritierte Professorin für Geschlechterforschung an der Universität Basel.

Editor — Juliane Kuhn
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