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Ukraine Film Night: TRACES

In „Traces“ brechen sechs ukrainische Frauen, die sexualisierte Gewalt und Folter überlebt haben, das Schweigen. Der Dokumentarfilm von Alisa Kovalenko wurde mit dem Panorama Publikumspreis bei der diesjährigen Berlinale ausgezeichnet. Der Filmabend bildet den Auftakt der Ukrainischen Filmtage NRW 2026.

Freitag, 8. Mai 2026, 19 Uhr
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln
Eintritt frei / Admission free

Die Ukrainischen Filmtage NRW 2026 eröffnen am Freitag, 8. Mai um 19 Uhr in der Aula der Kunsthochschule für Medien Köln mit dem Film „Traces“ (2026, 85 Min.) der ukrainischen Regisseurin Alisa Kovalenko.
Der Dokumentarfilm wurde bei der diesjährigen Berlinale mit dem Panorama Audience Award ausgezeichnet. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit der Regisseurin statt.

Der Filmabend ist zugleich die erste Veranstaltung im Rahmen von Europa Dialog: NRW–Ukraine. Jugend, Partnerschaft und europäische Werte im Rahmen der Regionalpartnerschaft NRW – Oblast Dnipropetrowsk.

Die Veranstaltung wurde von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln (Künstlerkollektiv dzyga-dzyga) gemeinsam mit Evos Film Production, der DUWir gGmbH und dem Ukrainian Culture Network e. V. organisiert. Es findet in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Ukraine in Düsseldorf statt und wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Europa Dialog: NRW–Ukraine wird von der Landesinitiative „Europa-Schecks“ des Ministers für

Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

„Traces“, Ukraine/Polen, 2026, 85 Min.
Regie, Buch und Kamera: Alisa Kovalenko, Co-Regie: Marysia Nikitiuk
Ukrainische Sprache mit englischen Untertiteln

Der Film nimmt ukrainische Frauen in den Blick, die während des russischen Angriffskriegs sexuelle Gewalt und Folter erlebt haben und sich weigern, darüber zu schweigen. Er begleitet Iryna Dovhan, eine Betroffene, die zur Aktivistin geworden ist und die Erinnerungen betroffener Frauen in den zurückeroberten Gebieten der Ukraine dokumentiert. Anhand ihrer Geschichte schafft der Film das Porträt eines kollektiven Traumas, eröffnet aber auch Raum für Hoffnung. Iryna versammelt Überlebende in einem Kreis aus Mut und Fürsorge. Gemeinsam verwandeln sie ihren Schmerz in Kraft im Kampf für Wahrheit, Gerechtigkeit und gegenseitige Unterstützung. Traces ist nicht nur reine Dokumentation von Kriegsverbrechen, sondern auch ein Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit und die Solidarität unter den Frauen. 


Alisa Kovalenko ist ukrainische Dokumentarfilmregisseurin und Aktivistin, die für ihre Filme „Alisa in Warland“ und  „Home Games“ mehrfach ausgezeichnet wurde. Der Jugend-Dokumentarfilm „We Will Not Fade Away“, der in der kriegsgebeutelten Region Donbass gedreht wurde, feierte seine Premiere 2023 im Wettbewerb „Generation“ der Berlinale. Nach der russischen Invasion kämpfte sie zunächst an der Front und kehrte dann 2025 mit „​​​​​​​My Dear Theo“ zum Filmemachen zurück. Sie ist ehemalige Kriegsgefangene und Überlebende konfliktbezogener sexueller Gewalt und engagiert sich im Rahmen von SEMA Ukraine für Opfer sexueller Gewalt und für Menschenrechte. 

Editor — Ute Dilger
Trailer "Traces"
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