
Die Dokumentarfilme "Las Lentejas y El Destino", Abschlussfilm von Miguel Müller-Frank an der KHM, und "CONCRETE DUST"von Viktor Brim feiern ihre Uraufführung.
Die 51. Internationalen Hofer Filmtage setzen in diesem Jahr unter dem neuen künstlerischen Leiter Thorsten Schaumann einen besonderen Fokus auf junge Filmemacher und Filmemacherinnen. Zwei Produktionen von KHM-Studierenden wurden für das diesjaehrige Festivalprogramm ausgewaehlt: der abendfüllende Dokumentarfilm von Miguel Mueller-Frank "Las Lentejas y El Destino" und der kurze Dokumentarfilm von Viktor Brim "CONCRETE DUST".
"Las Lentejas y El Destino": Die Bar Onis ist eine der unzähligen Bars im Zentrum Madrids. Hier treffen sich Madrilenen zum Essen, auf einen Kaffee am Morgen oder einen Drink am Abend. Das Lokal wurde 1976 von fünf Brüdern gegründet, die Anfang der 1960er Jahre ihr Dorf in der nordspanischen Provinz Zamora verließen, um in Madrid als Kellner Geld zu verdienen. Seit nunmehr vierzig Jahren arbeiten sie tagtäglich und gemeinsam in ihrem Lokal.
Vorführtermine: 25.10., 14:30 Uhr, Casino; 26.10., 23:45 Uhr, City; 28.10., 18:45 Uhr, Classic
"CONCRETE DUST": So wie Schamanen keine kategorischen Trennungen vornehmen zwischen den auf das Stadtleben bezogenen Ritualen und solchen, die mit einem nomadischen Leben korrespondieren, interagieren auch die beiden Lebensformen in der tyvanischen Realität. Das Fortbewegungsmittel Auto, der Pass als Ausdruck bürokratischer Herrschaftsstrukturen und Geld als Symbol der Wirkmächtigkeit der Marktwirtschaft – alle werden zu Objekten der Einflussnahme durch schamanische Praktiken. Sie stehen damit nicht außerhalb oder getrennt von einer Lebenswelt, die durch Viehhaltung, Nomadensiedlungen, Jurten und Feuerstellen geprägt ist, sondern sind darin verwoben.
Vorführtermine: 25.10., 13:45 Uhr, Central; 26.10., 17:30 Uhr, Cinema; 29.10., 20:45 Uhr, Regina
"CONCRETE DUST" (2017, 22 Min.) - Das Team: Regie und Buch: Viktor Brim, Bildgestaltung: David Schittek, Ton: Malin Schmidt, Betreuung: Prof. Matthias Müller, Daniel Burkhardt, Prof. Frank Döhmann, Prof. Dietrich Leder, Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln, Förderung: BKM und Film- und Medienstiftung NRW
Das Festival in Hof zählt neben der Berlinale und dem Festival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken zu den wichtigsten deutschen Filmfestivals, das die Film- und Fernsehbranche sowie Journalisten aus ganz Deutschland seit 1969 jährlich nach Oberfranken lockt. Bis 2015 wurde es von Heinz Badewitz geleitet, der 2016 ueberraschend gestorben ist.