Date

Logo
Logo Text

Berlinale 2026: Liebhaberinnen

Still aus "Liebhaberinnen" © Silviu Guiman

Der erste lange Spielfilm der KHM-Absolventin Koxi nach ihrem Studium an der KHM feiert seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. „Liebhaberinnen“ basiert auf  dem gleichnamigen Roman von Elfriede Jelinek.

12. bis 22. Februar 2026
76. Internationale Filmfestspiele Berlin
Potsdamer Platz 11, 10785 Berlin

Die KHM-Absolventin Koxi ist mit ihrem Debütfilm zu den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2026 (12.–22.02.) eingeladen. „Liebhaberinnen“ wurde für das Berlinale Forum ausgewählt und feiert am Sonntag, 15. Februar, 18 Uhr, seine Premiere im Delphi Filmpalast.

Mit ihrer modernen Adaption von Elfriede Jelineks Roman „Die Liebhaberinnen“ inszeniert die Regisseurin Koxi einen absurd-humorvollen und bittertragischen Film, der uns daran erinnert, wie sehr wir der Ökonomie der Liebe und der Selbstausbeutung ausgeliefert sind. 
„Liebhaberinnen“ erzählt von der Beziehung zwischen Camgirl Paula (Hannah Schiller) und Messehostess Brigitte (Johanna Wokalek) und der Unmöglichkeit weiblicher Erfüllung. 


Liebhaberinnen sind die Messehostess Brigitte (Johanna Wokalek) und die junge Paula (Hannah Schiller). Den schrumpfenden Marktwert ihrer Weiblichkeit vor Augen, macht Brigitte den wohlhabenden Heinz (Ben Münchow) zu ihrem Liebhaber. Sie schafft gerade noch den Weg nach oben, während Paula die Härten des Lebens erst noch kennenlernen muss.


Im Filmteam wirkten außerdem die KHM-Absolventen Jakob Berger (Kamera) und Andreas Menn (Montage) sowie Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann als Koproduzenten des Films mit. 

Das Festival schreibt in seiner Programmankündigung:„Schlafsack auf dem Boden vor dem Fitnessstudio-Kästchen, Coaching-Seminar und morgendliches Shift-Briefing (mit Verkaufslächeln-Übung): knallharte Situationen, in denen sich Brigitte (Johanna Wokalek) wiederfindet. Sie ist die Protagonistin dieser Elfriede-Jelinek-Adaption, für die Debütantin Koxi Inventur mit dem einstigen Erfolgs-Roman der späteren Nobelpreisträgerin macht, indem sie ihn aus den 1970er Jahren in den heutigen Spätkapitalismus katapultiert. Der weibliche Marktwert heute? Beim Scrollen stößt Brigitte, Messe-Hostess im mittleren Alter, auf die Schülerin Paula (Hannah Schiller), die alles tut, um Internet-Fame zu erlangen. Während die eine jugendlich ambitioniert aufzustreben scheint, beginnt sich die andere mit ihr zu vergleichen, zusehends obsessiv. Brigitte muss ihr Leben ändern, mit Kalkül ihre Ziele erreichen - aber sind es überhaupt ihre? Paula bricht mit extremeren Mitteln aus dem trostlosen Heim aus, jedoch ausweglos.
Liebhaberinnen ist eine dunkle Tragikomödie über die Unmöglichkeit weiblicher Erfüllung und wenig empowernde Mutter-Tochter-Beziehungen. „Nutze das Patriarchat!“ cum Selbst-Vermarktungsoptimierung. Unterm Strich: Geändert hat sich nicht viel."


„Liebhaberinnen“, D/Lux, 2026, 98 Min.
Deutsch mit englischen Untertiteln

Der Debütfilm LIEBHABERINNEN der Filmemacherin und Komponistin Koxi dreht sich um die Hostess Brigitte (Johanna Wokalek), die mit zunehmendem Alter ihre Zukunft schwinden sieht, während die 18-jährige Paula (Hannah Schiller) in ihrer jugendlichen Begeisterung noch große Träume vor sich hat. Diese düstere Tragikomödie, die auf dem Bestseller-Roman der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek basiert, zeigt die berechnende Brigitte, die es bis ganz nach oben schafft, während Paula fast Gefahr läuft, Opfer der Realität zu werden. Ein Film über die Unmöglichkeit weiblicher Erfüllung und den Wert der Liebe.
​​​​​​​

Regie: Koxi; Buch: Antonio de Luca, Koxi; Bildgestaltung: Jakob Berger; Montage: Andreas Menn, Antonio de Luca;
Schauspiel: Johanna Wokalek, Hannah Schiller, Ben Münchow, Victoria Trauttmansdorff, Jasmin Artosha Mokhtare, Susanne Bredehöft u. a.; Musik: Antonio de Luca; Sound Design: Kai Holzkämper; Szenenbild: Ina Timmerberg; Kostüm: Hannah Leiner; Maske; Miriam Hübner; Casting: Susanne Ritter; Produktion: COIN Film, Amour Fou Luxembourg; Koproduktion: bildundtonfabrik, Saarländischer Rundfunk & Caroline Kox in Zusammenarbeit mit MMC Movies Cologne; Förderung: BKM, DFFF, Film Fund Luxemburg, MEDIA


Koxi ist eine deutsch-luxemburgische Filmemacherin, Produzentin und Komponistin. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln und wurde nach ihrem Studium zur EKRAN Masterclass an der Wajda School in Warschau eingeladen. 2014 gründete sie gemeinsam mit Antonio De Luca ihre Produktionsfirma PARADIES. Als Produzentin gewann sie 2016 die Goldene Lola für EIN AUS WEG. Als Komponistin arbeitet sie für Kino und TV, und hat gemeinsam mit De Luca über 30 Filme vertont. 2021 den Grimme-Preis für Wir wären andere Menschen von Jan Bonny. 2024 war sie als Komponistin für den Deutschen Filmpreis nominiert und in Cannes vertreten. 2025 realisiert sie ihren ersten abendfüllenden Spielfilm „Liebhaberinnen“ nach einem Roman von Elfriede Jelinek.

Editor — Ute Dilger
Please wait