Zur Webseite des Festivals

Vier Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln feiern ihre Uraufführung im Wettbewerb des größten Festivals für den jungen Film aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die KHM-Absolventin Jelena Ilić präsentiert ihren Debütfilm im Wettbewerb des Festivals.
Das 47. Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken (19. bis 25. Januar 2026) präsentiert insgesamt vier Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln, davon zwei im Wettbewerb der mittellangen Spielfilme und zwei Produktionen im Kurzfilmwettbewerb.
Für den Wettbewerb der Spielfilme zwischen 25 und 70 Minuten Länge wurden der Abschlussfilm von Adrian Witzel „M.“ (2026, 27 Min.) und der Spielfilm „S'Tuntschi vo Juf" (2026, 30 Min.) von Jon Grandpierre (Regie & Buch) und Yakob El Deeb (Buch & Bildgestaltung) ausgewählt.
In den Wettbewerb der Kurzfilme hat das Festival den ersten Kurzspielfilm von Vanessa Monti an der KHM „Consagración“ (2026, 17 Min.) und den Kurzspielfilm „KEINE STADT, KEIN DORF“ von Ekaterina Reinbold (2026, 23 Min.) eingeladen.
Im Wettbewerb der Dokumentarfilme feiert der Debütfilm von Jelena Ilić seine Weltpremiere. Ihren Dokumentarfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ (2026, 81 Min.) konnte die KHM-Absolventin mit der Kölner Produktionsfirma „Made in Germany“ und mit Unterstützung der Film- und Medienstiftung NRW, der Mitteldeutschen Medienförderung sowie dem BKM umd Kuratorium junger Film realisieren. Die Kamera führte der KHM-Absolvent Martin Paret, die Musik komponierte die KHM-Absolventin Caroline Kox (gemeinsam mit Antonio de Luca).
Das Filmfestival Max Ophüls Preis widmet sich seit fast 50 Jahren der Präsentation und Förderung des deutschsprachigen Nachwuchsfilms. Der Namensgeber und in Saarbrücken geborene Max Ophüls (1902–1957) gilt als einer der großen europäischen Filmregisseure des 20. Jahrhunderts. 1933 musste der aus einer jüdischen Familie stammende gebürtige Max Oppenheimer vor den Nationalsozialisten fliehen und fand zunächst in Frankreich, später in den USA Zuflucht. In den 1950er Jahren kehrte Max Ophüls nach Europa zurück.
Die KHM-Filme in Saarbrücken:
CONSAGRACIÓN
Spielfilm von Vanessa Monti
Deutschland, Kolumbien 2026, 17 Min. mehr
In einem stillen deutschen Winter wird eine junge Kolumbianerin mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, als eine VHS-Kassette über ihr Abtreibungsritual unerwartet in den Besitz ihres Dates gelangt. Schuldgefühle und Sehnsucht verflechten sich in einem intimen Filmgedicht über Sehnsucht und fragile Heilung, das ihre zerbrochenen Erinnerungen an Bogotá nachzeichnet.
KEINE STADT, KEIN DORF
Spielfilm von Ekaterina Reinbold
Deutschland 2026, 23 Min. mehr
Zhenya kommt mit ihrer Familie in einem Vereinshaus zusammen, um den Geburtstag ihres Großvaters zu feiern. Sie möchte den Anlass nutzen, sich wieder ihrer Mutter zu nähern. Im Verlauf des Tages entsteht eine Reihe intensiver Gespräche: kleine Reibereien, lang überfällige Worte. Nach und nach öffnen sich die Familienmitglieder und sprechen über verdrängte Erinnerungen, über das zurückgelassene Leben in Kasachstan und den schwierigen Neubeginn in Deutschland. Zwischen all diesen Stimmen findet Zhenya einen Zugang zu ihrer eigenen Geschichte – und vielleicht auch zu ihrer Mutter.
M.
Spielfilm von Adrian Witzel (Diplom)
Deutschland 2026, 27 Min. mehr
Ein Haus, wie aus der Zeit gefallen, trägt das Leben mehrerer Familiengenerationen in sich. M. kehrt als erwachsene Frau an diesen Ort zurück, um sich an ihre verstorbene Mutter zu erinnern. Sie findet die Erinnerung an ihre Kindheit, ans Loslassen, an die Brutalität des Erwachsenwerdens. Als Kind ist M. in einem Zwiespalt, sie vermischt Wahrheit und Erfundenes, Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft. Aus Angst, einen Menschen zu verlieren, erschafft M. einen neuen.
S'TUNTSCHI VO JUF
Spielfilm von Jon Grandpierre (Regie und Buch), Yakob El Deeb (Buch und Bildgestaltung)
Schweiz, Deutschland 2026, 30 Min. mehr
In den Bündner Bergen steht ein Haus. Die Mutter ist tot, die Tochter kommt, dann die Enkelin. Sie wollen entrümpeln – doch im Haus spüren sie die Präsenz heimlicher Weggefährten der Toten. Neben einem schweigsamen Jäger und einem aufdringlichen Fußpfleger scheint noch eine ganz andere Gestalt ihren Platz im Leben der Frau gefunden zu haben, die ihre Geschichte aus dem Himmel erzählt: „S'Tuntschi vo Juf“, die zum Leben erwachte Puppe aus der Bergsage des „Sennentuntschi".
Debütfilm der KHM-Absolventin Jelena Ilić
EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT mehr
Teilanimierter Dokumentarfilm, 2026, 81 Min.
Seit fünf Jahren sitzt mein Vater in der forensischen Psychiatrie und der Tag seiner Freilassung rückt immer näher. Jetzt liegt es an mir, mich daraufvorzubereiten. Denn was ich eigentlich will, ist ein Vater, vor dem ich keine Angst mehr haben muss.
Zur Webseite des Festivals