
Zwei lange Dokumentarfilme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln feiern ihre Weltpremiere im Wettbewerb des renommierten Filmfestivals in Nyon.
Das 57. Internationale Dokumentarfilmfestival „Visions du Réel“ in Nyon zeigt vom 17. bis 26. April 2026 insgesamt 128 Filme aus 75 Ländern in den verschiedenen Wettbewerben und Programmsektionen. Die Filme wurden aus über 3700 Einreichungen ausgewählt.
Im Wettbewerb „Burning Lights" feiert der erste lange Dokumentarfilm von Almourad Aldeeb „استحبس – If only the year had 364 days" (2026, 81 Min.) seine Weltpremiere. Der Wettbewerb „Burning Lights" ist den kühnsten Formen des Dokumentarfilms gewidmet und fördert Werke, die Sprache, Narration und Ästhetik spielerisch erkunden und die Grenzen zwischen Genres, Formaten oder Konzepten auflösen, um sich von herkömmlichen Rahmungen zu lösen.
Für den Wettbewerb der kurzen und mittelangen Filme wurde der Diplomfilm von Jinhyun Kim an der Kunsthochschule für Medien Köln „No Mother Tongue for Everyone" (2026, 67 Min.) ausgewählt. Dieser Wettbewerb mit insgesamt 35 Filmen mit einer Länge zwischen 7 und 70 Minuten würdigt das Beste des zeitgenössischen und nicht-fiktionalen Filmschaffens in all seiner Originalität und Vielfalt, schreibt das Festival in seiner Programmankündigung.
Almourad Aldeeb (*1991 in Homs) ist ein syrischer Filmemacher und studiert derzeit Filmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Seine Filme erkunden Erinnerung und Zeit in einer zurückhaltenden, kontemplativen filmischen Sprache. Filmografie: Wilhelmsbazaar, 2021; Flut, 2022; Jafaaf / On the Dry Bank of the River, 2024
استحبس | „If Only the Year Had 364 Days"
D/Syrien, Dokumentarfilm, 2026, 81 Min.
Farbe, 5.1, gedreht auf 16 mm, Arabisch mit engl. UT
Im Jahr 2013 wurde in Damaskus eine Gruppe von Freunden festgenommen und in der Abteilung 215 inhaftiert. „Estahbes“ ist eine persönliche Reise zwischen Syrien und dem Exil, ein Versuch, Erinnerungen wachzurufen und sich einer Vergangenheit in Haft sowie einer Gegenwart des Zeugnisgebens zu stellen. In Gedenken an sieben Freunde, die unter Folter starben.
Regie und Buch: Almourad Aldeeb; Bildgestaltung: Ayham Khalifeh; Erzähler: Almourad Aldeeb; Performative Intervention: Mustafa Kur; Kamera- und Lichtassistenz: Rawad Hamdan; Ton: Khaled Kurbeh; Montage: Almourad Aldeeb; Color Grading: Ewald Hentze; Sounddesign: Khaled Kurbeh; Tonmischung: Ralf Schipke; Betreuung: Prof. Alejandro Bachmann, Prof. Ulrike Franke, Prof. Philip Scheffner; Plakatgestaltung: Ayham Skaf; Produzenten: Almourad Aldeeb, Ayham Khalifeh; Produktion: Almourad Aldeeb, Kunsthochschule für Medien Köln
Almourad Aldeeb (*1991 in Homs) ist ein syrischer Filmemacher und studiert derzeit Filmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Seine Filme erkunden Erinnerung und Zeit in einer zurückhaltenden, kontemplativen filmischen Sprache. Filmografie: Wilhelmsbazaar, 2021; Flut, 2022; Jafaaf / On the Dry Bank of the River, 2024
Vorführtermine:
23. April, 18:15 Uhr, Usine à Gaz 2
24. April, 11:15 Uhr, Capitole Leone
모두를 위한 모국어는 없다
„No Mother Tongue for Everyone"
Dokumentarfilm, 2026, 67 Min., Farbe, 5.1.
Koreanisch, Japanisch, Deutsch mit engl. UT
Regie, Kamera und Montage: Jinhyun Kim; Sounddesign: Jenny Winter | soundslikewinter; Tonmischung: Judith Nordbrock; Color Grading: Ewald Hentze; Calligraphy: Jaewon Kim; Betreuung: Prof. Alejandro Bachmann, Prof. Dr. Isabell Lorey, Prof. Philip Scheffner; Produktion: Jinhyun Kim, Kunsthochschule für Medien Köln
Vorführtermine:
21. April, 20:45 Uhr, Usine à Gaz 1
24. April, 13:30 Uhr, Usine à Gaz 1