
Bei den 72. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen werden insgesamt sechs Filme von Studierenden und Absolvent*innen der KHM gezeigt.
Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind das weltweit größte und älteste Festival für den künstlerischen Kurzfilm. Aus einer Rekordzahl von 7.600 Einreichungen wählte die Auswahlkommission 121 Filme aus 48 Ländern aus, die in den fünf Wettbewerbsprogrammen präsentiert werden. Im NRW-Wettbewerb sind drei Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln vertreten: Der Essayfilm „Garden of Edie“ von Miri Klischat feiert in Oberhausen seine Uraufführung. Zudem werden der Dokumentarfilm „Eine Tochter und zehn Söhne“ von Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise, der bereits Mitte April beim Filmfest Dresden uraufgeführt wurde, sowie der Kurzspielfilm „Beneath the Night“ von Maximilian Karakatsanis gezeigt. Letzterer war zuvor beim Premiers Plans d’Angers in Frankreich und beim Slamdance Film Festival in Los Angeles zu sehen. Ebenfalls in den NRW-Wettbewerb eingeladen ist der neue Film des KHM-Absolventen Simon Rittmeier: „Ku Yendza / Trajectories“ (2026, 17 Min.) feiert in Oberhausen seine Festivalpremiere. Die Filme des NRW-Wettbewerbs laufen am Freitag, 1. Mai, dem traditionellen NRW-Tag des Festivals, um 15 und 20 Uhr in der Lichtburg.
Im Deutschen Wettbewerb läuft zudem auch „Only Making Out“ von Marlon Weber. Bei dem Abschlussfilm, der an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) entstanden ist, übernahm KHM-Student Fabian Martin Anger die Bildgestaltung.
Außerdem laufen drei Filme von KHM-Absolventen in Oberhausen. Im MuVi-Wettbewerb werden die Musikvideos „Floating“ von Nikolas Müller und „Everybody (A 21 Years Later Video Edit)“ von Stefan Lampadius gezeigt. Im NRW-Wettbewerb läuft „Ku Yendza (Trajectories)“ von Simon Rittmeier.
Die Filme des NRW-Wettbewerbs werden am Freitag, den 1. Mai, im Lichtburg Filmpalast gezeigt. „Eine Tochter und zehn Söhne“ wird um 15 Uhr zu sehen sein, „Beneath the Night“ und „Garden of Edie“ um 20 Uhr.
Beim Podium „Klasse & Humor: Was gibt es da zu lachen?“ am Samstag, 2. Mai, 10 bis 20 Uhr, wird Prof. Franz Müller, Professor für Drehbuch an der KHM, teilnehmen. Wer lacht über was? Und vor allem über wen? Das Panel fragt nach dem Klassencharakter von Humor und seiner Rolle in Film, Videokunst und sozialen Medien.
„Beneath the Night“ von Maximilian Karakatsanis
D, 2026, 14 Min.
Ein U-Bahn-Fahrer mit bunten Haaren ist unverhofft auf Werbeplakaten der örtlichen Verkehrsbetriebe zu sehen. Sichtbares und Verborgenes verschwimmen.
Vorführtermin: Freitag, 1. Mai, 20 Uhr, Lichtburg
„Eine Tochter und zehn Söhne“ von Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise
D, 2026, 21 Min.
Zharkynai hat die Green Card gewonnen und steht vor dem Abschied von Chica und ihrer Heimatstadt. Am Stadtrand von Bishkek treffen sich Jugendliche auf einem Skateplatz und sprechen über die wichtigen Dinge des Lebens. Ein Film übers Aufwachsen in einem postsowjetischen Land, im Spagat zwischen den Einflüssen Russlands und Amerikas.
Vorführtermin: Freitag, 1. Mai, 15 Uhr, Lichtburg
„Garden of Edie“ von Miri Klischat
D, 2026, 20 Min.
Wenn klein Edie erwachsen ist, möchte sie Autorin werden. Zwanzig Jahre später schreibt die katholisch aufgewachsene Edie einen Brief an ihr junges Ich und erzählt ihr, wie sie sich ihren Traum erfüllt hat, in dem sie neben ihrer aktivistischen Kunst auch als Sexarbeiterin arbeitet, um genug Zeit zum Schreiben zu haben. Doch dafür musste sie sich erst von den düsteren Stimmen in ihrem Kopf befreien.
Vorführtermin: Freitag, 1. Mai, 20 Uhr, Lichtburg