Supervision:
Solveig Klaßen
A production of the Academy of Media Arts Cologne.
Source:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de

Passionsspiele

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Authors:
Luka Lara Charlotte Steffen
Hannah Platzer
Subtitle: Passion Plays
Year: 2019
Length: 01:16:22
Categories: Film / TV / Video, documentary
Der Dokumentarfilm „Passionsspiele“ beschäftigt sich mit der Grauzone des rechtspolitischen Spektrums im Kontext der Dresdner Erinnerungskultur um den 13. Februar. Er wirft die Frage auf, inwiefern ein generelles Bedürfnis besteht, deutsche Schuld in deutsches Opfer zu transformieren. Der 13. Februar steht in Dresden jedes Jahr im Zeichen des alliierten Bombardements von 1945. Während die einen sich zur Versöhnung an den Händen halten, marschieren die anderen mit Fackeln durch die Innenstand und skandieren den Bombenholocaust. Es scheint, als gäbe es in Dresden ein wahrhaftiges Erinnern und die Vereinnahmung des Datums durch Nazis. Das 2009 auf dem Dresdner Altmarkt errichtete Denkmal trägt die Inschrift: „[...] Damals kehrte der Schrecken des Krieges, von Deutschland aus in alle Welt getragen, auch in unsere Stadt zurück.“ In dieser Inschrift manifestiert sich das Motto, unter dem viele Veranstaltungen am 13. Februar stehen. Der Verweis auf menschliches Leid allgemein. Doch kehrte 1945 kein Vernichtungskrieg nach Deutschland zurück, sonder dessen Beendigung. Die Singularität des deutschen Nazismus scheint im Allgemeinen zu verblassen. Rechte und rechtsextreme Gruppierungen mobilisieren seit Ende der 90ziger Jahre nach Dresden, jahrelang war der Aufmarsch am 13. Februar sogar der europaweit Größte. Nach erfolgreichen Blockaden des Aufmarsches Mitte der 2000er, gewinnt der Aufmarsch in den letzten Jahren wieder an Bedeutung. Sowie die Grenze des Sagbaren immer weiter nach rechts verschoben wird, so nehmen auch die rechten Aktionen um den 13. Februar wieder zu. Passionsspiele betrachtet einen Mikrokosmos, der schon fast exemplarisch für den gesamtgesellschaftlichen Diskurs steht.
Collaboration:
Buch und Regie: Luka Lara Charlotte Steffen
Bildgestaltung: Hannah Platzer
Set-Ton: Ronida Alsino, Luka Lara Charlotte Steffen
Montage: Hannah Platzer, Luka Lara Charlotte Steffen
Sounddesign/Mischung: Janis Ahnert
Grading: Fabiana Cardalda
Übersetzung: Fabia Bertram
Titeldesign: Léo Beaudoin
Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln und Luka Lara Charlotte Steffen
Supervision:
Solveig Klaßen
Authors:
Luka Lara Charlotte Steffen
Hannah Platzer
A production of the Academy of Media Arts Cologne.
Source:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de
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Festivals

20.01.2020
-
26.01.2020
Filmfestival Max Ophüls Preis, Saarbrücken 2020 (20.01.2020 - 26.01.2020)
Umbra (experimental film, 2019, 00:20:00)
by Johannes Krell
Armed Lullaby (animation film, 2019, 00:08:00)
by Yana Ugrekhelidze
Passionsspiele (documentary, 2019, 01:16:22)
by Luka Lara Charlotte Steffen
by Hannah Platzer
to the four winds (feature film, 2019, 00:44:00)
by Marcela Vanegas Cardenas
Paradies (feature film, 2020, 01:20:00)
by Philipp Künzli
by Immanuel Esser
by Renate Mihatsch
Lychen 92 (feature film, 2020, 00:30:00)
by Florian Brückner
by Constanze Klaue
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