»Listening to Learn and Learning to Listen!« – Pop-Musik als/im Dialog (Vol. 2)
Konstantin Butz
Theory seminar
Heumarkt 14, R.1.06 (Seminarraum 1)
»Popular music is nothing if not dialogic, the product of an ongoing historical conversation in which no one has the first or the last word.« (George Lispsitz) Sowohl der Titel des Seminars als auch das vorangestellte Zitat stammen von dem einflussreichen amerikanischen Kulturwissenschaftler George Lipsitz. Sie implizieren, inwiefern eine Auseinandersetzung mit Pop-Musik nicht nur an konzentrierte Hör- und Lernerfahrungen gekoppelt sein kann, sondern auch, dass sie immer in einem ganzen Geflecht von unterschiedlichen Kontexten stattfindet, die miteinander in Austausch stehen: als »ongoing historical conversation«. Im Seminar begeben wir uns in diese historische Konversation und wollen genau zuhören , um etwas von Pop-Musik zu lernen. Genau wie bereits im Sommersemester 2025 sind dazu auch in diesem Semester wieder zahlreiche Kolleg*innen aus der KHM (und darüber hinaus) eingeladen, jeweils eine Seminarsession zu gestalten und aus ihrer jeweiligen Perspektive und Expertise heraus einen für sie bedeutsamen Song vorzustellen. Gemeinsam hören wir diesen Song, um dann anhand von weiterführenden Materialien (Film, Video, Literatur, bildende Kunst, Theorie) darüber ins Gespräch zu kommen. »Pop-Musik« ist dabei keiner vollkommen eindeutigen Definition untergeordnet, sondern lässt eine Vielzahl von Genres zu (z.B. Pop, Rock, Punk, Hardcore, Electro, Techno, House, Hip Hop, Metal, Noise, etc.). Ganz im Sinne des von Diedrich Diederichsen formulierten Credos – »Pop-Musik ist immer so gut, wie die Fragen, die zu stellen sie ermöglicht« – können die folgenden (aber auch darüber hinaus reichende) Fragestellungen als Ausgangspunkte dienen: Was für Fragen kann ein Pop-Song aufwerfen und was für Fragen lassen sich an ihm diskutieren? Was lässt sich von einem Pop-Song lernen? Wie kann mich ein Song persönlich beeinflussen? Was kann er mir bedeuten? Was für Erfahrungen jenseits von Bedeutungszuschreibungen können damit einhergehen? Aus welchen analytischen Perspektiven lässt sich ein Song betrachten? In welche Diskurse (theoretisch, politisch, historisch, gesellschaftlich) ist er eingeflochten? Inwiefern spielen diese Diskurse eine Rolle für das eigene Leben und ggfs. die eigene Arbeit (an der Kunsthochschule)? Was für eine Rolle spielen dabei die beteiligten Musiker*innen/Bands? Was für Medien sind an der Entstehung/Verbreitung eines Songs beteiligt? Beitragende (in alphabetischer Reihenfolge) : Axel Autschbach (Werkstatt der KHM) Juan S. Guse (Literarisches Schreiben/Prosa) Caroline Krüger (Kanzlerin der KHM) donna Kukama (Prof. for Contemporary Art/Global South) Isabell Lorey (Prof. für Queer Studies) Kathrin Röggla (Prof. für Literarisches Schreiben) Philip Scheffner (Prof. für dokumentarische Praxen/Dokumentarfilm) Stefanie Schrank (Musikerin/Künstlerin aus Köln) Tina Tonagel (Prof. für Sound) Tobias Yves Zintel (Videokunst und Performance) Abhängig von den jeweiligen Beitragenden findet das Seminar auf Deutsch oder Englisch statt. Nachfragen und Diskussionen sind immer in beiden Sprachen möglich. Ggfs. wird das Seminar im folgenden Semestern mit weiteren Kolleg*innen fortgeführt.