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KHM beim Festival Max-Ophüls-Preis 2022

Still aus "Black Hole Legion" von Jonathan Omer Mizrahi

Zwei Filme von Studierenden der KHM feiern ihre Uraufführung beim Filmfestivals Max-Ophüls-Preis im Wettbewerb der kurzen und mittellangen Filme. Die KHM-Absolventin Laura Lehmus ist mit ihrem Debütfilm im Wettbewerb der langen Spielfilme vertreten.

16. bis 26. Januar 2022
Filmfestival Max Ophüls Preis
Europaallee 22, 66113 Saarbrücken | in Präsenz & online

Das 43. Festival Max-Ophüls-Preis (16. bis 26. Januar) in Saarbrücken präsentiert zwei Filmproduktionen von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln in Uraufführung. Für den Wettbewerb der mittellangen Filme wurde "Matratzen" von Florian Schmitz (Regie und Drehbuch) und Thomas Empl (Drehbuch und Autor der literarischen Vorlage) ausgewählt. In den Wettbewerb der Kurzspielfilme wurde der Experimentalfilm "Black Hole Legion" von Jonathan Omer Mizrahi (Regie, Buch und Kamera) und Ariel Sereni Brown (Regie und Buch) eingeladen.
Außerdem ist die KHM-Absolventin Laura Lehmus mit ihrem Debütfilm "Sweet Desaster" im Wettbewerb der langen Spielfilme vertreten.

Das Filmfestival findet hybrid sowohl in neun saarländischen Festivalkinos als auch über ein Streaming-Angebot auf der Homepage des Festivals (www.ffmop.de) statt. Alle Wettbewerbsbeiträge können vor Ort im Kino angeschaut werden. Ein Großteil der Wettbewerbsfilme ist außerdem im Stream ab dem Zeitpunkt der vor-Ort-Premiere verfügbar. 


"Matratzen", 2022, 36 Min.

Spielfilm von Florian Schmitz und Thomas Empl
Es fällt ihm so schwer, in den Tag zu kommen. Leutnant schafft es nicht mehr, morgens aufzustehen: ein Mann, dem etwas abhanden gekommen ist, ein Mann ohne geistiges Obdach. Wie blicken sie auf ihn, die anderen, die Lehrerin Alba, die Kolleginnen? Dauernd bestellt er neue Matratzen, schickt alte zurück. Plötzlich steht der Spediteur in seiner Wohnung.


Regie-Statement von Florian Schmitz: 
Ende 2019 begannen Autor Thomas Empl und ich mit der Arbeit am Drehbuch, ausgehend von der Kurzgeschichte „Der Spediteur“. Dann kam der Lockdown. Toll. Für mich ist "MATRATZEN" ein Film über Rückzug und das Verlangen, die Verantwortung für sich selbst aufgeben zu können. Es mag verwerflich klingen, aber ist es nicht auch nachvollziehbar, dass man sich in unserer hypermodernen Welt manchmal einfach ausklinken will? Leutnant baut sich ein Nest, in dem nichts mehr drückt und zerrt. In diesem Nest steht die Zeit und fließt ihm dennoch davon. Irgendwann wird er handeln müssen. Trotz Anime-Postern und Heldengeschichten auf seinem Fernseher ist Leutnant kein Kind mehr.

Ich glaube, wir haben alle gerade eine Zeit hinter uns, in der wir uns vor Problemen verstecken wollten, in der wir uns abgelenkt haben und uns das echte Leben über den Kopf gewachsen ist. Gleichzeitig waren wir auch oft den Blicken anderer in unser Privates ausgesetzt, so wie Leutnant dem Blick des Spediteurs.

Premiere: 20.1.2022, 15 Uhr in allen teilnehmenden Saarbrücker Kinos


"Black Hole Legion", 2022, 13 Min.
Experimentalfilm von Jonathan Omer Mizrahi und Ariel Sereni Brown

Am Fuße des Bergs Uummannaq kämpfen vier Cybergoth-Teenager gegen ihre Depression. Im Dorf breitet sich die Wasserverschmutzung weiter aus und ein Cybergoth wacht auf einem Krankenhausbett auf.


Regie-Statement von Jonathan Omer Mizrahi: 
Der Film ist ein visuelles Gedicht, erzählt und geschrieben von einer Gruppe junger Inuit-Frauen, die über ihre Selbstmordversuche und die Trennung von ihren Familien nachdenken. Die Cybergoths erinnern uns an eine Zeit nach der Apokalypse oder auch die apokalyptischen Qualitäten der Gegenwart. Eine fragile Realität, in der die nationale, kommunale, ökologische und mentale Stabilität gefährdet ist.

Premiere: 21.1.2022, 15 Uhr in allen teilnehmenden Saarbrücker Kinos


Das Filmfestival Max Ophüls Preis widmet sich seit über 40 Jahren der Präsentation und Förderung des deutschsprachigen Nachwuchsfilms. Durch seine konzentrierte Ausrichtung ausschließlich auf Arbeiten neuer Talente aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg gilt es als das wichtigste Nachwuchsfilmfestival im deutschsprachigen Raum. 

Editor — Ute Dilger
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