Gaffel-Kölschglas-Edition 2019 zur ART COLOGNE gestaltet von Jiha Jeon

2019_Jiha Jeon.jpg
Entwurf: Jiha Jeon

Seit 2012 entwerfen Nachwuchskünstler*innen von der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) im Rahmen eines Wettbewerbs unter Studierenden exklusiv zur ART COLOGNE (10. bis 14. April 2019) künstlerische Konzepte für eine Kölschstange in limitierter Auflage. Für die Kölschglas-Edition 2019 wählte die Fachjury aus über zwanzig Entwürfen den Vorschlag des südkoreanischen Medienkünstlers Jiha Jeon (geb. 1988 in Incheon, lebt in Köln) aus. Die Kölner Privatbrauerei Gaffel stiftete das Preisgeld in Höhe von 1.111 Euro.

Termine
Preisverleihung: Mittwoch, 10. April, 17:30 Uhr, Eingang Süd/Koelnmesse, im Rahmen der Vernissage der ART COLOGNE 2019

Der Dom, der Rhein und viele grüne Papageien prägten laut Jiha Jeon seinen ersten Eindruck von Köln. Entsprechend inszeniert der südkoreanische Künstler in seinem Entwurf für die Kölschglas-Edition zur 53. ART COLOGNE einen kleinen Schwarm Halsbandsittiche vor einem schwarzen Hintergrund, der gleichzeitig einen Baum und den nächtlichen Himmel mit blitzenden Sternen andeutet. Verschmitzt in alle Himmelsrichtungen blickend begegnen einem die abstrahiert dargestellten exotischen, grün-gefiederten Vögel mit ihren knallroten Schnäbeln als freundliche, fröhlich-bunte Nachbarn. Die Kölner Papageienpopulation geht bekanntermaßen zurück auf einige Exemplare, die sich Ende der 1960er-Jahre selbst aus der Gefangenschaft befreit und inzwischen selbstbestimmt ihren Platz in der Kölner Gesellschaft erobert haben. Ihre Repräsentation auf einem Kölschglas wirft demnach Fragen auf über Akzeptanz und Zugehörigkeit, ruft aber auch die koloniale Vergangenheit Europas in Erinnerung: Von Jägern und solventen Sammlern aus der freien Wildbahn entnommen und für museale Zwecke zusammengetragen, kamen exotische Tiere ursprünglich als Trophäen in die europäischen Zoos. Wer oder was zu Köln gehört, ist also eine Frage der Perspektive.


Seit 1993 unterstützt die Privatbrauerei Gaffel die ART COLOGNE und stiftet unter anderem seit 2012 das Preisgeld für die Kölsch-Glas-Edition von 1.111 Euro. „Die diesjährige Interpretation von Jiha Jeon symbolisiert auch die Vielfalt und Toleranz der Stadt“, sagt Sebastian Lenninghausen, Produktmanager der Privatbrauerei Gaffel. „Kölsch bringt dabei viele Menschen unterschiedlicher Herkunft friedlich zusammen und fördert die Kommunikation untereinander.“


Jiha Jeon, geb. 1988 in Incheon, Südkorea, aufgewachsen in Bucheon, studiert seit 2017 Mediale Künste an der Kunsthochschule für Medien Köln. Von 2007 bis 2015 absolvierte Jeon ein Fotografie-Studium an der Chung-Ang University (CAU) in Seoul. | https://jihajeon.creatorlink.net/


Bisherige Preisträger*innen: 2012 Martin Wanka, 2013 Johannes Bendzulla, 2014 Johannes Post, 2015 Matthias Conrady, 2016 Andy Kassier, 2017 Anna Baydak, 2018 Sissy Schneider.


Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) ist seit 1997 regelmäßig auf der ART COLOGNE mit einer Sonderschau zu Gast, die mit Fokus auf die medialen Künste Werke von Absolvent*innen präsentiert, dieses Jahr unter dem Titel „Projecting Ourselves in the Future Tense“ (Halle 11.1, Stand C-008).


Freier Eintritt für Kunststudierende: Studierende an deutschen Kunsthochschulen und -akademien erhalten gegen Vorlage eines gültigen Studentenausweises am Donnerstag, 11. April 2019 kostenfreien Eintritt zur ART COLOGNE. Das Angebot gilt ebenfalls für Studierende an Universitäten und Hochschulen in den Fachrichtungen Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft und Kulturmanagement, sowie für Lehramtsstudierende in den Fächern Kunst und Design. Ein entsprechender Nachweis über die Fachrichtung muss im Kassenbereich der ART COLOGNE im Eingang Süd der Koelnmesse vorgelegt werden.

Editor — Heike Ander
We use cookies in order to improve your surfing experience.
If you stay on the website, you accept the privacy policy Datenschutzbestimmungen and allow us to use cookies.
Please wait