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Heimspiel zeigt: Instructions for Survival

KHM
Still aus "Instructions for Survival" von Yana Ugrekhelidze (c) FORTIS FEM FILM

Die Filmreihe zeigt den Debütfilm der KHM-Absolventin Yana Ugrekhelidze "Instructions for Survival". Der Dokumentarfilm wurde bei der Berlinale 2021 uraufgeführt und mit dem TEDDY Jury Award ausgezeichnet. Im Anschluss an die Vorführung spricht Prof. Philip Scheffner mit der anwesenden Regisseurin Yana Ugrekhelizde.

Mittwoch, 11. Mai 2022, 19 Uhr
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln
Eintritt frei | FFP2-Maske
Moderation: Prof. Philip Scheffner

Die Filmreihe mit Debütfilmen von Absolvent*innen der Kunsthochschule für Medien Köln eröffnet im Sommersemester mit Yana Ugrekhelidzes preisgekröntem Dokumentarfilm "Instructions for Survival" (2021, 72 Min.). Der Film wurde bei der Berlinale 2021 uraufgeführt und beim Festival mit dem TEDDY Award der Jury und dem Kompass-Perspektive-Preis als bester Film in der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" ausgezeichnet.


Yana Ugrekhelidze begleitet in ihrem Film Alexander, der aufgrund seiner Trans*identität in seiner Heimat ein Leben im Verborgenen führt. Mit der Kennzeichnung als „weiblich“ im Pass kann er keinen legalen Job aufnehmen. Da selbst ein Arztbesuch ein Risiko für ihn darstellt, hat er seine Hormontherapie zur Transition mithilfe von Internetforen und der trans* Community vor Ort eigenständig begonnen. Um ihrer perspektivlosen Lage zu entkommen und das Land verlassen zu können, entschließt sich Alexanders Frau Mari für 12.000 US-Dollar eine Leihmutterschaft einzugehen. Doch der vermeintlich pragmatische Plan entpuppt sich als tückisch, denn Alex und Mari entwickeln nach und nach eine emotionale Beziehung zu dem ungeborenen Kind. Der Film erzählt von der Liebe zweier Menschen, deren Leben einem fortwährenden Kampf gleicht und die allen Widerständen zum Trotz zusammenhalten.


Der TEDDY Award ist der weltweit erste offizielle LGBTQI-Filmpreis auf einem A-Festival. Der Preis wird seit 1987 an Filme mit schwul-lesbischem bzw. Transgender-Hintergrund aus dem gesamten Programm der Berlinale von der internationalen Jury des Festivals vergeben. Die Jury der Berlinale begründete ihre Entscheidung wie folgt: "(...) For its intricate way of bringing the urgencies of the Georgian queer community though a personal journey, 'Instructions for Survival' offers both the subjectivity of queer kinship and the cost of being oneself in a world that demands your sacrifice rather than letting you be who you are. It shines out not just for its importance for the queer community in Georgia as being a simple and strong survival story, but also with its rather conventional but strikingly direct structure, a sensitive aesthetic and a consistent approach. It is an eyeful success that the camera follows the daily life of the couple very closely over the years by not being intrusive. The film is an essential act of militancy that reminds us with power, that personal is political."

"Instructions for Survival", 2021, Dokumentarfilm, 72 Min.

Regie und Buch: Yana Ugrekhelidze; Bildgestaltung: Jule Katinka Cramer; Montage: Agata Wozniak; Ton: Malin Schmidt; Sounddesign: Gerald Schauder; Filmmusik: Lennart Saathoff; weitere Musik: Mikhail Khimakov;

Produktion: FORTIS FEM FILM Berger, Kruglova & Ugrekhelidze GbR; Förderung: Film- und Medienstiftung NRW;  Robert Bosch Stiftung; Uraufführung: Berlinale 2021


Yana Ugrekhelidze wurde 1984 in Tiflis, Georgien, geboren. Nach einem Abschluss als Diplom-Übersetzerin in Georgien studierte sie Kommunikationsdesign (B.A.) an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf und absolvierte von 2014 bis 2018 ein Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Schwerpunkt Film und Animation. Ihr erster Animationsfilm "Summer Story" wurde 2017 bei den Kurzfilmtagen Oberhausen uraufgeführt und war Semi-Finalist bei den Student Academy Awards 2017. Ihr Diplomfilm "Armed Lullaby" (2019, 8 Min., mehr) feierte seine Premiere bei der Berlinale 2019. Nach ihrem Studium an der KHM gründete sie gemeinsam mit ihren Kommilitoninnen Alisa Berger und Anja Kruglova die Produktionsfirma "Fortis Fem Film" in Köln und war Stipendiatin des Mediengründerzentrums NRW in Köln. "Instructions for Survival" ist ihr erster langer Dokumentarfilm.

Jule Katinka Cramer wurde 1979 in Hamburg geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Filmemacherin an der ZeLIG Schule für Dokumentarfilm in Bozen. Im Anschluss war sie für verschiedene Kino- und Fernsehproduktionen tätig, u.a. bei Tamara Trampe, Johann Feindt und Annekatrin Hendel. Von 2014 bis 2017 absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium an der KHM mit Schwerpunkt Bildgestaltung. Ihr KHM-Abschlussfilm "In Search..." (2018, 90 Min., Regie: Beryl Magoko, mehr) erhielt über 20 internationale Auszeichnungen.

Editor — Ute Dilger
Ausschnitt aus "Instructions for Survival"
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