Supervision:
Prof. Dr. Hans Ulrich Reck
Prof. Dr. Georg Trogemann
Prof. Frans Vogelaar
Project type: Diplom
A production of the Academy of Media Arts Cologne.
Source:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de

Minitasking

Authors:
Anne Pascual
Marcus Hauer
Subtitle: Time Based Modules
Year: 2002
Categories: Computer / Internet, software
Project type: Diplom
„Minitasking“ ist eine visuelle Software, basierend auf dem Peer-to-peer Standard „Gnutella“. „Minitasking“ visualisiert die Eigenschaften dynamischer und temporär eingerichteter Netzwerke, macht deren Instabilität und den Verkehr der Daten transparent. Es geht dabei im Wesentlichen um die Funktionsweise des Computers, um Datenverarbeitung und ihre Visualisierung zur Anwendung in kollektiven und dynamischen Umgebungen. Der Entwurf einer Software gibt die Möglichkeit, die unterschiedlichen Modalitäten, die den Zugriff auf Informationen bestimmen, auszumachen, bzw. zu gestalten. Auf diese Weise erhoffen wir Aufschlüsse zu bekommen, welche Eigenschaften diese (Rechen)Prozesse ausmachen und wie diese sich auf verteilte Systeme, Handlungen und Ziele auswirken. Bei einem Peer-to-peer Protokoll wird nicht länger zwischen den Funktionen eines Clients oder Servers unterschieden. Dieses dynamisch organisierte Gefüge, dass temporär eingerichtet wird, verändert sich permanent. Diese dezentralisierten Strukturen heben die Trennung zwischen Konsument und Produzent ein weiteres Stück auf. Beides sorgt für die vermehrte ""Produktion von Information"". Doch es soll hier weniger um die Menge und die Art der Information gehen, als vielmehr um die technologische Bedingungen des Gebrauchs von File Sharing Software. Es scheint klar, dass die Protokolle Information konstruieren, nur was den Standards entspricht wird weitergeleitet und erkannt - wird Teil des Netzes. „Minitasking“ visualisiert diese Vorgänge, zeichnet neue Knoten an und die Menge der freigegebene Dateien. Damit wird der Tausch von Dateien von anderen Kriterien geleitet, als es bei herkömmlichen Clients der Fall ist. Das Netz kann als dynamische Kartographie gelesen werden, wobei die visuellen Eigenheiten auch intuitive Eingriffe in das Netz provozieren. Ein Ziel der Entwicklung ist, die numerischen Anteile eines P2P Netzes, wie z.B. die IP Adresse, die Verbindungsraten, die Menge der Dateien etc. in den Gebrauch einfließen zu lassen. Die technologischen Elemente bedingen damit ein einzelnes, eigenes Modell dieser Netze. „Minitasking“ verwendet die Daten als Material zur Visualisierung, um einerseits die Vorgänge des Rechnens und die Dynamik der Protokolle transparent zu machen, andererseits um die Momente der Vagheit, die in den Rechen- und Handlungsprozessen liegen, zu verstärken. Die visuelle Oberfläche zeigt nur eine von vielen möglichen ""Versuchsanordnungen"", sie soll den Nutzer leiten, aber auch verleiten, innerhalb des temporären Gefüges die Prozesse zu beobachten, Daten auszuwählen, auszutauschen, um dabei Kriterien zu entdecken oder zu entwickeln mit denen der Zugang zu den Information, aber auch ihre Produktion und ihre Verbreitung geprägt werden. Im Unterschied zu herkömmlichen Gnutella-Clients generieren bei „Minitasking“ die Datenströme das Interface. Dadurch wird die Dynamik und die Temporarität solcher Netze für den User transparent, was sich auch auf den Gebrauch der Software auswirken sollte.
Supervision:
Prof. Dr. Hans Ulrich Reck, Prof. Dr. Georg Trogemann, Prof. Frans Vogelaar
Authors:
Anne Pascual
Marcus Hauer
A production of the Academy of Media Arts Cologne.
Source:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de

Festivals

01.01.2003
transmediale- Medienkunstfestival, Berlin, 2003 (01.01.2003)
Minitasking (software, 2002)
by Anne Pascual
by Marcus Hauer
Deterritoriale Schlingen (sound installation, 2002)
by Thom Kubli
by Sven Mann
01.01.2002
Prix Ars Electronica Linz 2002 (01.01.2002)
Minitasking (software, 2002)
by Anne Pascual
by Marcus Hauer
Pain Station (computer game, 2001)
by Tilman Reiff
by Volker Morawe
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