Thomas Melle im Literarischen Salon

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Bild © Dagmar Mirath

Moderation: Guy Helminger und Navid Kermani

So nah wie nach Thomas Melles jüngstem Buch „Die Welt im Rücken“ lagen Schock und Begeisterung selten beieinander: Ein erfolgreicher Autor, einer der avanciertesten seiner Generation (geboren 1975), beschreibt minutiös wie schonungslos den Verlauf seiner eigenen psychischen Erkrankung, der bipolaren Störung. Kein Roman, und doch große Literatur, weil Melles erzählerischer Furor ihn über die eigene Not hinausträgt – und in gewisser Weise eben diese Not damit transzendiert. Zugleich ergibt sich ein Zwiespalt: Der Glücksfall für den Leser bleibt die Katastrophe für den Autor. Man möchte den Inhalt dieses Buches nicht wahrhaben und ist doch dankbar, es gelesen zu haben. 

"Die Welt im Rücken" war ein großer Publikumserfolg, stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und auf Platz eins der SWR-Bestenliste. Auch die Vorgängerromane "Sickster" und "3000 Euro" waren für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zudem ist Thomas Melle ein begnadeter Übersetzer, unter anderem von William T. Vollmann.
Editor — Juliane Kuhn

Eine Veranstaltungsreihe der Initiative Kölner Jazz Haus e.V. und des Literaturhaus Köln und der Kunsthochschule für Medien Köln.

Gefördert von dem Kulturamt der Stadt Köln und der Heinrich Böll Stiftung.

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